Namen & Neues

Pankow wird Impfverweigerer-Hochburg

Veröffentlicht am 14.03.2019 von Christian Hönicke

Pankower Erstklässler sind Berlins Schlusslicht bei der Masernimpfung. Laut der neuen Einschulungsdaten der Senatsgesundheitsverwaltung haben nur nur 62,8 Prozent der 4.129 Schulanfänger von 2017 in unserem Bezirk die „zeitgerechte zweite Masernimpfung“ erhalten. Das ist der letzte Platz hinter dem Vorletzten Friedrichshain-Kreuzberg (64,7 Prozent). Zum Vergleich: 2016 lag die Pankower Masernimpfungsquote bei 64,0 Prozent.

Laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) soll die „zeitgerechte zweite Masernimpfung“ zwischen 10 und 24 Monaten erfolgen, um eine komplette Immunisierung gegen Masern zu gewährleisten. Der Berlin-Schnitt lag hier 2017 bei 68,5 Prozent.

Insgesamt gehen die Impfraten in Berlin leicht nach oben, doch Pankows Schulkinder sind in fast allen Kategorien auf den letzten Plätzen. Zwei Dosen Mumps-Impfung haben nur 90,9 Prozent der 2017er Erstklässler in Pankow bekommen. Das ist der drittletzte Rang, Schlusslicht ist Mitte (90,6). Bei Röteln liegt ebenfalls Mitte (90,7 Prozent) auf dem letzten Rang, Pankow ist gemeinsam mit Friedrichshain-Kreuzberg und Treptow Vorletzter (90,9). Spannend dabei: Während Pankows Schüler in der Impfstatistik abrutschen, steigen sie im sozialen Status (siehe nächste Meldung).

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