Namen & Neues

Anwohner wollen gegen Nachverdichtung klagen

Veröffentlicht am 28.03.2019 von Christian Hönicke

Eine Anwohnerinitiative will die Nachverdichtung der Gesobau-Wohnanlage am Schlosspark Schönhausen verhindern. In den Innenhöfen zwischen Ossietzkystraße und Kavalierstraße sind 170 neue Wohnunge geplant. „Das würde den aktuellen Bestand mehr als verdoppeln“, so der Anwohner Guido Kalinowski. Seine Argumente: Es müssten etwa 80 Bäume gefällt werden, es würden Kita-Plätze fehlen und keine Parkmöglichkeiten geschaffen. Zudem würden sämtliche Grünflächen und Spielplätze in den Innenhöfen verschwinden. Man wolle daher die Abstimmung über die drei Bauvarianten der Gesobau am Donnerstag (28. März / 17 Uhr) im nördlichen Hof „boykottieren. Eine Teilnahme an der Abstimmung kommt für uns einer Zustimmung gleich.“

Andere Anwohner wollen sogar gegen die Pläne klagen, um zumindest die Dimension zu verringern. „Wir prüfen Möglichkeiten, rechtlich dagegen vorzugehen“, sagt Dr. Paul Kuder. Er sieht eine „systematische Dialogverweigerung durch die Gesobau. Man hat uns jahrelang nicht informiert, das soll nun in dieser Info-Veranstaltung kaschiert und pseudodemokratisch legitimiert werden. Dabei haben wir nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Wir würden uns einen ergebnisoffenen und echten Dialog mit der Gesobau wünschen. Der hat nie stattgefunden.“

Die Pläne sind Teil der Bauoffensive des Senats für Nachkriegs-Wohnsiedlungen in kommunaler Hand. Dort soll laut dem neuen Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030 gezielt nachverdichtet werden, um günstigen Wohnraum zu schaffen. Dies soll auch in den Wohnblöcken weiter östlich beiderseits des Stiftwegs passieren. Geprüft werden soll die Verdichtung auch in Buch Süd.

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