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Aufregung um Busspur-Parker: Smiley statt Abschleppwagen

Veröffentlicht am 18.04.2019 von Gerd Nowakowski

Damit die Busse des Schienenersatzverkehrs, der seit dem 8. April bis zum 20. Mai zwischen Landsberger Allee und Gesundbrunnen wegen Gleisbauarbeiten auf dem östlichen S-Bahn-Ring eingerichtet wurde, zügig fahren können, wurden Busspuren eingerichtet. Tatsächlich aber ignorieren viele Autofahrer die dicken gelben Streifen, die die Vorzugs-Busspur markieren. Vielfach werden auch einfach weiterhin Autos auf der Spur geparkt, womit die Schienenersatzverkehrs-Busse dann im Stau auf den normalen Fahrspuren stehen und die Fahrgäste unzumutbar lange bis zum S-Bahn-Anschluss benötigen.

Die Polizei aber greift zum Ärger von Anwohnern und Busnutzern nicht gegen die Falschparker durch. Bei Twitter war das jetzt am Beispiel der Storkower Straße zu sehen. Dort wurde einem Falschparker nur eine Mitteilung unter den Scheibenwischer geklemmt. „Es wird immer alberner“, klagte Twitter-Nutzer @lenn_rad. Der Polizeiabschnitt 16 verteile „weiterhin bußgeldfreie Dudu-Zettel“, statt Falschparker abzuschleppen, und honoriere das Fehlverhalten auch noch mit dem Kommentar „Tolle Quietscheente :)“. Beweisfoto hier.

Glücklicherweise hat sich das inzwischen geändert. Vorausgegangen war eine Diskussion im BVV-Ausschuss für Verkehr und öffentliche Ordnung. Der Bezirksstadtrat Vollrad Kuhn (Grüne) hatte dort mitgeteilt, dass sich das Ordnungsamt Pankow weigert, gegen die Falschparker aus der Busspur vorzugehen. Dieses jedenfalls wurde ihm auf der Sitzung des Bezirksamtes gesagt, als er auf das Problem hingewiesen habe, erklärte der nicht für das Ordnungsamt zuständige Stadtrat Kuhn. Im Gegensatz dazu wurde auf dem zum Bezirk Mitte gehörenden Teil der Schienenersatz-Busroute bis zum S-Bahnhof Gesundbrunnen konsequent abgeschleppt.

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