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ADFC schlägt Kompromiss für Mauerpark-Radweg vor

Veröffentlicht am 29.05.2019 von Christian Hönicke

Die Debatte um den Radweg im Mauerpark geht weiter. Nach der Kritik an den Plänen, das Kopfsteinpflaster der Schwedter Straße dafür zu opfern, meldete sich Jürgen Thomas vom ADFC Pankow bei uns. „Ich verstehe, dass man das aus historischen Gründen erhalten will“, sagt er. Er selbst habe sich auch daran gewöhnt, über dieses Pflaster zu fahren und könne damit leben, es zu erhalten. Allerdings: „Die Schwedter Straße ist nun einmal Bestandteil der wichtigen Nordsüdverbindung und wird auch von Pendlern genutzt. Das beißt sich natürlich mit den Leuten, die den Park als Park nutzen wollen.“

Gerade am Wochenende sei eine Durchfahrt für Radler praktisch unmöglich, deshalb müsse eine vernünftige Lösung her, so Thomas: „Am liebsten wäre uns auch eine Strecke abseits der Schwedter Straße.“ Am besten geeignet wäre dafür nach Meinung des ADFC der westlichste Weg der geplanten Mauerpark-Erweiterung. Das Areal gehörte einst zum Altbezirk Wedding, soll aber nach der Erweiterung Pankow zugeschlagen werden. Weiter würde es über den Gleimtunnel und den neuen Lichtburgring zum Schwedter Steg gehen. Dabei gibt es aber zwei Hauptprobleme: Der Gleimtunnel ist marode, die Eigentumssituation weiter ungeklärt. Und der Lichtburgring liegt auf Privatland. Diese vom ADFC favorisierte Lösung sei daher „nur Wünsche für die Zukunft“, so Thomas: „Wir brauchen bis dahin einen Kompromiss.“

Der ADFC schlägt folgendes vor: Vom Süden her wird der Radweg auf der Westroute durch das bisherige Weddinger Gebiet geführt, auf Höhe des Regenbogenspielplatzes dann aber nach Osten auf die Schwedter Straße verschwenkt. So müsste nur das nördlichste Stück bis zur Gleimstraße „geglättet“ werden, die restliche Schwedter Straße bliebe unberührt.

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