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Falschparker: Polizeipräsidium gibt Radfahrern die Schuld
Veröffentlicht am 06.06.2019 von Christian Hönicke
Radfahrer sind selbst schuld daran, dass sie auf zugeparkten Radwegen in Lebensgefahr geraten. Das ist die Sicht des Polizeipräsidiums Berlin, die es in einer schriftlichen Stellungnahme vom 23. Mai darlegte. Nicht die geparkten Autos, sondern das rücksichtslose Umfahren der Radler bringe sie selbst und andere in Gefahr, heißt es in dem dreiseitigen Schreiben: „Erst dadurch kann es zu gefährlichen Situationen (…) kommen.“
Das Schreiben wurde als Stellungnahme des Präsidiums im Zuge einer Fachaufsichtsbeschwerde gegen den Polizeiabschnitt 16 (östlicher Prenzlauer Berg) verfasst. Die Beschwerde hatte Lennart Buggert aus dem Bötzowkiez im April eingelegt. Seiner Ansicht nach weigerten sich Polizisten des Abschnitts in der Regel, Falschparker trotz Gefährdung anderer abschleppen zu lassen. Den kompletten Artikel zum Brief des Präsidiums samt Leserdiskussion finden Sie hier.