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Demonstration an "Todeskreuzung" in Prenzlauer Berg

Veröffentlicht am 12.09.2019 von Christian Hönicke

Eine „Todeskreuzung“ ist die Kreuzung Danziger/ Greifswalder Straße – laut Tobias Kraudzun vom Netzwerk Fahrradfreundliches Pankow/ Changing Cities. Er fordert, diese Kreuzung im Zuge des Radstreifenbaus entlang der Danziger Straße wirklich sicherer zu machen – so wie es das Mobilitätsgesetz bei Unfallschwerpunkt-Kreuzungen vorschreibt.

Vor zwei Jahren wurde hier eine Radlerin von einem abbiegenden LKW überfahren, das Urteil gegen den LKW-Fahrer wurde unlängst gesprochen. „Ob Unaufmerksamkeit oder nicht, wir sagen, dass eine sichere Gestaltung den Kreuzungen viel von der Gefährlichkeit nehmen kann“, sagt Kraudzun. Die derzeit dort geplante „Fahrradweiche“, einen schmalen Streifen zwischen Geradeaus- und Rechtsabbiegespur, kritisieren die Radaktivisten  als „gefährliche Angstweiche“.

Für eine sichere Gestaltung soll nun demonstriert werden. „Während einer Kundgebung sollen zumindest an einer Ecke Elemente sicherer Kreuzungen wie etwa Schutzinseln sichtbar werden.“ Die Aktion soll im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche vom 15. bis 22. September stattfinden. Ebenfalls in der Woche werden holländische Verkehrsplaner im Rahmen eines Workshops in der Verkehrsverwaltung für alternative Kreuzungsdesigns in Berlin werben. Sie sollen die Sicherheit ungeschützter Verkehrsteilnehmer (Fuß/Rad) durch Gestaltung und (Ampel-)steuerung erhöhen. – Text: Christian Hönicke 
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Diesen Text haben wir als Leseprobe dem neuen Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Pankow entnommen. Den – kompletten – Pankow-Newsletter gibt’s unkompliziert und kostenlos hier leute.tagesspiegel.de.

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