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S-Bahnhof Landsberger Allee: Kein Fahrstuhl für Blumenviertel
Veröffentlicht am 12.12.2019 von Christian Hönicke
S-Bahnhof Landsberger Allee: Kein Fahrstuhl für Blumenviertel. Einer der schlimmsten Berliner Bahnhöfe in Sachen Barrierefreiheit ist der S-Bahnhof Landsberger Allee. Dort gibt es zwar Fahrstühle, einen am Ausgang Landsberger Allee und dann noch zwei zum Erreichen der Schwimmhalle. Derzeit wird zudem ein weiterer Fahrstuhl eingebaut, der das Umsteigen zwischen S-Bahn und Tram erleichtern soll.

Doch in die Röhre schauen weiter die Anwohner des Blumenviertels, die in der Regel den hinteren Ausgang Richtung Storkower Straße benutzen. Wer nicht mehr gut zu Fuß ist, im Rollstuhl sitzt oder einen Kinderwagen schiebt, steht dabei vor der Frage, sich dort über die Treppe zu quälen oder einen riesigen Umweg von mehr als einem halben Kilometer zum Fahrstuhl an der Landsberger Allee in Kauf zu nehmen. Zu allem Überfluss sei letzterer „ständig kaputt oder unzumutbar hergerichtet“, berichtet Anwohnerin Elisabeth Herrmann. Der Weg zum und vom Bahnhof gleiche mit dem Kinderwagen „einem Minenfeld“.
Die BVV will deswegen auch an der Storkower Straße einen Fahrstuhl und fasste einen entsprechenden Beschluss. Doch nun kam die Absage aus der Verkehrsverwaltung. Das Blumenviertel sei durch die Fahrstühle „zwar über längere Wege, aber dennoch barrierefrei zu erreichen“, erklärte Staatssekretär Ingmar Streese. Prioritäten hätten andere Bahnhöfe, die über noch gar keinen Fahrstuhl verfügen.
„Absolut inakzeptabel“ findet das David Paul von der CDU. „Im Sinne einer vermehrten Nutzung des ÖPNV sollte gerade die S-Bahn Berlin viel mehr dafür tun, dass auch Familien mit Kinderwagen und Ältere sowie andere mobilitätseingeschränkte Personen das Angebot wahrnehmen können. Ich erwarte, dass die S-Bahn sich dem Fall erneut annimmt.“ – Text: Christian Hönicke
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