Namen & Neues

Bebauungsplan soll Kultur in der Kulturbrauerei retten

Veröffentlicht am 09.09.2021 von Robert Ide

Die Kulturbrauerei bangt und kämpft weiter um das, was sie ausmacht: die Kultur. Wird der anstehende Verkauf des Geländes durch die Immobiliengesellschaft TLG nun zum Ausverkauf zum Zwecke der Betongold-Maximierung? Diese Frage hält Pankows Politik in Atem. „Wir stehen jetzt an einer Weggabelung: Ein besonderer historischer Moment für die Kulturbrauerei, wie schon einmal 1993“, schreibt die Mietergemeinschaft des kulturvollen Areals jetzt in einem offenen Brief – und warnt vor einer „profit- und renditeorientierten Verwertung der Flächenquadratmeter für ein Unternehmen, das nicht aus Berlin kommt und die kulturellen und kulturwirtschaftlichen Interessen Berlins nicht im Blick hat.“

Das Bezirksamt treibt nun hektisch mit dem Land Berlin die Aufstellung eines neues Bebauungsplans voran. Darin soll die kulturelle Nutzung auf dem Gelände der Kulturbrauerei gerichtsfest festgeschrieben werden. Die Bezirksverordnetenversammlung soll das Vorhaben am 29. September beschließen, kurz nach der Wahl ist sie in alter Zusammensetzung noch geschäftsführend tätig. Zeit gibt es nicht zu verlieren im Wettrennen mit neuen Investoren. Sonst landet die Kulturbrauerei im dauerhaften Kultur-Lockdown. Und in Pankow fiele nach dem Kino Colosseum der nächste traurige Vorhang.