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Geisterhaus in Weißensee soll wieder bewohnt werden

Veröffentlicht am 18.11.2021 von Christian Hönicke

Ein prominentes Geisterhaus in Weißensee soll geisterfrei werden. Das denkmalgeschützte Haus in der Woelckpromenade 7 steht seit vielen Jahren leer. Zuletzt wurde es häufig als Kulisse für Filmdreharbeiten genutzt – unter anderem für „Babylon Berlin“. Nun soll es wieder bewohnbar werden – das hat die SPD einer Kleinen Anfrage an das Bezirksamt herausgefunden. Die Eigentümerin, die das Haus Anfang 2020 übernahm, sei unter Fristsetzung und Androhung von Zwangsgeld vom Bezirksamt aufgefordert worden, die Wohnungen wieder Wohnzwecken zuzuführen. [Der Text stammt aus dem aktuellen Pankow-Newsletter. Den können Sie hier kostenlos bestellen: leute.tagesspiegel.de]

Demnach sei am 3. November ein Bauantrag genehmigt worden, eine positive Stellungnahme der Unteren Denkmalschutzbehörde liege bereits seit August vor. Gemäß Bauantrag sollen alle Wohnungen saniert und dazu das Dach zu Wohnzwecken ausgebaut werden. „Die SPD Weißensee fordert die Eigentümerin daher auf, nun nach Erteilung der Baugenehmigung die Baumaßnahmen zügig zu beginnen und den jahrelangen Leerstand endlich zu beenden“, erklärte Georg Heyn, der Vorsitzende der SPD Weißensee.

Wann genau die Frist zur Entgeisterung ausläuft, teilte das Bezirksamt auf Nachfrage zunächst nicht mit. „Insofern hoffen wir und rechnen damit, dass die Eigentümerin sehr zeitnah von der erteilten Baugenehmigung Gebrauch macht“, erklärte Pankows Baustadträtin Rona Tietje (SPD) auf Nachfrage. „Die Diskussion um die Immobilie wird ja deshalb so intensiv geführt, weil die Wohnungen darin mehrere Jahre, auch schon vor Einreichen des jetzt bewilligten Bauantrages, leer standen.“ Deswegen laufe parallel ein Verfahren wegen nicht genehmigten Leerstandes beim Wohnungsamt. – Text: Christian Hönicke

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