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"Flächendeckende Prüfung unmöglich": Ordnungsamt mit 2G-Regel überfordert

Veröffentlicht am 25.11.2021 von Christian Hönicke

Das Ordnungsamt sieht sich nicht in der Lage, die 2G-Regelung in Pankow durchzusetzen. Diese erlaubt nur noch Geimpften oder Genesenen den Zutritt zu Einrichtungen wie Restaurants oder Cafés, ab dem 27. November gilt 2G dann auch im Einzelhandel. Im Bezirk existierten allein mehr als 1600 gastronomische Betriebe, aber nur „38 hoffentlich gesunde Dienstkräfte im Zwei-Schicht-System“ – dies mache „eine flächendeckende Prüfung unmöglich“, erklärte Manuela Anders-Granitzki (CDU). Sie ist Pankows für das Ordnungsamt zuständige Stadträtin.

Zudem sei der mit den Kontrollen verbundene Aufwand vor Ort „immens“. So müssten Impfzertifikate, Anwesenheitsdokumentation und Mund-Nasen-Schutz der Beschäftigten geprüft werden, das sei bei einer großen Anzahl der Gäste sehr zeitaufwendig. Seit Inkrafttreten der 2G-Regel am 15. November hat das Pankower Ordnungsamt laut der Stadträtin im Gaststättenbereich insgesamt 29 Kontrollen durchgeführt. Dabei seien sieben Anzeigen gefertigt worden, so Anders-Granitzki. Zumeist gehe es dabei um fehlende Anwesenheitsdokumentation oder fehlende Masken beim Personal.

„Bisher nehmen die Dienstkräfte zumeist anlassbezogen Kontrollen wahr, lassen die im Umfeld befindlichen Betriebe aber natürlich nicht unbeachtet“, so Anders-Granitzki. Eine Ausweitung der anlasslosen Überprüfung von Einrichtungen sei durch das vorhandene Personal aber nicht zu leisten.