Namen & Neues
Doch nicht 2027? Baubeginn für Radschnellweg "Panke Trail" ungewiss
Veröffentlicht am 05.01.2023 von Christian Hönicke
Der Radschnellweg „Panke Trail“ soll 2030 fertiggestellt sein. Diesen Zeitplan bestätigte die Senatsverkehrsverwaltung auf eine Schriftliche Anfrage des CDU-Abgeordneten Johannes Kraft. Sie zitierte dabei die landeseigene Infra Velo GmbH, die den Bau durchführen soll: „Entsprechend einer Grobablaufplanung ist die Inbetriebnahme 2030 avisiert.“
Allerdings rückte die Verwaltung nun vom bisher angepeilten Termin für den Baubeginn ab. Im April hatte sie erklärt, dieser solle 2027 erfolgen. Nun heißt es dazu, die Angabe eines Baubeginns sei anhand des derzeitigen Planungsstandes „noch nicht belastbar möglich. Der Baubeginn ist unter anderem von der Dauer eines erforderlichen Planfeststellungsverfahrens abhängig.“
„Noch nicht belastbar“ – das gilt auch für die Kosten. „Entsprechend einer sehr groben überschlägigen Kostenschätzung ist von Gesamtkosten der 18,3 km langen Trasse inklusive Bau- und Planungskosten in Höhe von ca. rund 80 Mio. Euro brutto auszugehen“, so die Infra Velo. Die Schätzung wurde demnach im Januar 2020 auf Basis der Machbarkeitsuntersuchung getroffen. Konkret wurden damals 81,8 Millionen Euro veranschlagt.
Ebenfalls noch nicht klar ist die genaue Routenführung. Zwar steht der grobe Verlauf des Gabel-Radwegs fest – vom S-Bahnhof Karow über den Bahnhof Pankow bis zum S-Bahnhof Nordbahnhof (westlicher Arm) beziehungsweise zum U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz (östlicher Arm). Die Gabelung erfolgt dabei auf dem Gelände des „Pankower Tors“.
Doch die konkrete Wegführung – die sogenannte Vorzugstrasse – „steht erst mit Abschluss der Vorplanung fest“. Detaillierte Pläne gibt es lediglich für neue Fahrradstellplätze am S-Bahnhof Karow. Dort sollen bis 2030 zu den aktuell 286 weitere 114 Stellplätze hinzukommen – also dann 400 zur Verfügung stehen.