Sport

Veröffentlicht am 01.11.2018 von Christian Hönicke

Schwimmhalle an der Landsberger: verschenkter Platz. Berlin sucht händeringend Quadratmeter. Ein paar davon schlummern im Bauch der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) an der Landsberger Allee. Sie ist die deutschlandweit größte Aqua-Wettkampfstätte, wird aber auch von Freizeitschwimmern und Schulen stark genutzt. Die Halle wurde für die Olympiabewerbung Berlins ursprünglich doppelt so groß geplant. Doch weil die Olympischen Spiele nach Sydney gingen, wurde sie nicht fertiggebaut – die Hälfte ist seit 1999 ungenutzter Rohbau. Geplant waren darin unter anderem eine Saunalandschaft und ein Parkhaus.

Auf Initiative des SPD-Abgeordneten Tino Schopf schaute sich Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) die Sache mal an. Und der will den Leerstand beenden, berichtet mein geschätzter Kollege Bernd Wähner in der „Berliner Woche“. Kollatz brachte neben dem Parkhaus Räume für andere Sportarten und eine Kita ins Spiel. Die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) halten ebenfalls eine Kita und Sporträume (Inlineskating-Anlage, Hochseilgarten) für sinnvoll, auch einen Fitness- und Wellnessbereich. An Ideen mangelt es also nicht. Nun fehlt nur noch Geld und Tatkraft.

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