Sport
Veröffentlicht am 25.09.2024 von Christian Hönicke
Projekt wegen Finanznot bedroht? Petition fordert Bau des Kombibads Pankow „ohne weitere Verzögerungen“. Fällt das geplante Multifunktionsbad Pankow dem Berliner Sparkurs zum Opfer? Das befürchtet der „Förderverein Schwimmhalle Pankow“ – und hat nun eine Petition gestartet (Link hier).
„Wir fordern den Berliner Senat, das Berliner Abgeordnetenhaus und das Bezirksamt Pankow auf, die seit Jahren für den Neubau der Schwimmhalle in der Wolfshagener Straße bereitgestellten Mittel sofort freizugeben und mit den Vorbereitungen für die Bauarbeiten ohne weitere Verzögerungen zu beginnen“, heißt es darin.
Wir hatten vor kurzem berichtet, dass die Fertigstellung des Kombibads nicht vor 2030 erfolgen wird. So teilte es die Senatssportverwaltung mit. Ursprünglich sollte das Bad schon 2022 öffnen, zuletzt war als Ziel bis Mitte 2028 vorgesehen.
Grund für die erneute Verzögerung ist Berlins angespannte Haushaltslage. Der Um- und Ausbau des Sommerbads Pankow am Schlosspark Schönhausen soll wie berichtet 75 Millionen Euro kosten.
Doch laut Sportverwaltung „unterliegen die bereitgestellten Mittel einer Sperre“ – eine formale Entsperrung sei für die Ausschreibung der Bauleistungen erforderlich.
Dass das Projekt nun komplett ins Wasser fällt, hält der Förderverein für möglich. Durch die angespannte Haushaltssituation des Landes Berlin sei der Neubau der Schwimmhalle nun „akut gefährdet“, schreibt er in seiner Petition. „Es zeichnen sich nicht nur weitere Verzögerungen ab, sondern es wird sogar diskutiert, das ganze Bauprojekt abzusagen.“
Sollte die neue Schwimmhalle nicht gebaut werden, „würde das sämtlichen Versprechen, Beschlüssen und Planungen widersprechen“, heißt es in der Petition. „Damit zerstört man auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger.“
So weit will man es nicht kommen lassen. „Ein Neubau der Schwimmhalle an diesem Standort gehört zur Daseinsvorsorge“, heißt es weiter. „Wir fordern keine Luxusschwimmhalle oder Spaßbad, sondern einen Ort, wo Kinder schwimmen lernen, Vereine, Pankowerinnen und Pankower trainieren können.“ Seit der kurzfristigen Schließung der Schwimmhalle Pankow an der Wolfshagener Straße 2001 wegen Instandsetzungsstau „werden Pankower Schülerinnen und Schüler quer durch Berlin gefahren, um Schwimmen zu lernen“.
Der Verein nimmt auch Bezug auf die jüngsten Aussagen der Sportverwaltung des Senats, wonach die Verzögerungen unter anderem auch vom Bezirksamt Pankow ausgingen. Dieses will auf dem Areal auch eine Grundschule unterbringen, die Planung dazu kommt aber nur schleppend voran. „Ob mit Grundschule oder ohne, es wird Zeit, dass die immer wiederholten Versprechen endlich eingelöst werden und mit dem Bau begonnen wird“, fordert der Förderverein.