Kiezgespräch

Veröffentlicht am 07.06.2018 von Constanze Nauhaus

Zum Abschluss werfen wir einen Blick in den Prenzlauer Berg, das ist sowieso immer eine gute Idee. Was eine Anwohnerin der Choriner Straße hingegen überhaupt keine gute Idee findet, ist die Lautstärke des dort jährlich stattfindenden Choriner Straßenfest. Das Fest ist erst für Anfang September geplant, aber schon jetzt hängen Zettel in der Straße, in der die Nachbarin beklagt, in der Vergangenheit sei es „immer wieder zu massiven Lärmbelästigungen, insbesondere im direkten Umfeld der Bühne, gekommen“. Und sowohl dazu anregt, das direkte Gespräch mit den Veranstaltern zu suchen, als auch dazu auffordert, sich doch bitte beim Bezirksamt zu melden. So könne man „über die Anwohnerbeteiligung Einfluss auf das Genehmigungsverfahren nehmen“ und „Wünsche, Anregungen und Kritik“ äußern.

Viel Lärm um nichts? Stadtrat Vollrad Kuhn (Grüne) jedenfalls ist entspannt: In den vergangenen Jahren habe es nie Beschwerden gegeben, der Veranstalter sich an alle Auflagen gehalten. Auch hätte sich bislang kein Anwohner beim Bezirksamt gemeldet. „Es besteht daher derzeit keine Veranlassung, dem Veranstalter in diesem Jahr die Genehmigung zu versagen oder die Veranstaltungszeit einzuschränken.“ Auf eine Anfrage des Leute-Newsletters reagierte die empörte Nachbarin leider nicht, dafür eine andere Anwohnerin: „Das ist das einzige von unten geplante Event, was hier stattfindet – einmal im Jahr. Müssen sich die Leute wirklich über alles aufregen?“

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