Kiezgespräch
Veröffentlicht am 12.06.2025 von Christian Hönicke
Baumfällungen für Sitzbänke? Streit um Aufenthaltsqualität an der „Marie“. Bäume oder Sitzbänke? Vor dieser Wahl stehen die Anwohner offenbar am Stadtplatz „Marie“ in Prenzlauer Berg. Dort ließ das Bezirksamt wie berichtet unter anderem Sitzbänke und Tischtennisplatten abbauen – wegen „starker Durchwurzelung des Bodens“ und daraus resultierender „Unfallgefahr“.
Der Kahlschlag auf dem Stadt- und Spielplatz im Winsviertel habe zu „erheblichem Unmut“ unter den Anwohnern geführt, kritisiert der Bezirksverordnete Jurik Stiller (Linke). „Die Wiederherstellung zumindest grundlegender Aufenthaltsqualität erscheint aus Sicht vieler Anwohnender dringend geboten.“
Doch das ist offenbar nicht geplant. Zwar ließ das Bezirksamt in der Zwischenzeit immerhin zwei Bänke am Spielplatz wieder aufstellen – doch mehr Qualität ist nicht zu erwarten. Das Problem seien die Bäume, die nicht genügend Platz insbesondere für die Tischtennisplatten lassen würden.
„Da die danebenstehenden Bäume aus dem Baumhain zu dicht an der Fläche stehen, würden die Baumaßnahmen die Wurzeln in Mitleidenschaft ziehen, so dass der gesamte Platz umgebaut werden müsste“, erklärt die zuständige Stadträtin Manuela Anders-Granitzki (CDU). Für größere Untergrundplatten „müssten Bäume gefällt werden, die unter der Baumschutzverordnung stehen“. Außerdem habe der Bezirk aufgrund der Haushaltssperre kein Geld dafür.