Christian Hönickes Tipp für Sie

Veröffentlicht am 13.12.2018

Pinke-Panke kämpft ums Überleben. Pankow rühmt sich öffentlich seiner Kinderfreundlichkeit. Im Alltag sieht es nicht ganz so freundlich aus: Die Spielplätze verkommen, und jetzt hat es auch noch den stadtweit beliebten Kinderbauernhof Pinke-Panke erwischt. Er bekam fast zwei Drittel des Etats für 2019 durch das Bezirksamt gestrichen. Der Jugendhilfeausschuss beschloss, die Zuwendung für das Kleinod am Bürgerpark (bisher 65.000 Euro) um 40.000 Euro zu kürzen.

„Das traf uns völlig überraschend und ohne fachlichen Grund“, so Annett Rose, Mitbegründerin von Pinke-Panke e.V. und früher selbst im Jugendhilfeausschuss vertreten. „Man gefährdet die finanzielle Grundlage des Kinderbauernhofs. Er ist schließlich kein Unternehmen, das profitorientiert wirtschaften kann.“ Rose wirft dem Bezirk vor, das gesparte Geld für andere Projekte zu verwenden „und um Fehler in der Finanzwirtschaft des Bezirkes auszugleichen. Dafür soll Pinke-Panke zahlen und wird kaputtgespart.“

Dagegen protestiert der Bauernhof nun, unter anderem per Online-Petition und per Weihnachtsbaum. „Unser Weihnachtsbaum trägt Protest und ist beladen mit der Last der anstehenden Streichungen“, so Rose. Betroffen sei etwa die beliebte Familien-Holzwerkstatt. Rose ruft die Eltern und Kinder auf, den Bauernhof bei dem Protest zu unterstützen. Man wolle die Bezirkspolitiker und die zuständige Stadträtin Rona Tietje (SPD) mit Protest-Postkarten darauf hinweisen, „warum ihre Entscheidung falsch ist und die Bitte unterstreichen, diese zu korrigieren“. Ab dem heutigen Donnerstag können wieder Postkarten im Bauernhof ausgefüllt oder dafür abgeholt werden.

Wer etwas für Kinder übrig hat und möchte, dass Perlen wie Pinke-Panke für sie erhalten bleiben, sollte also dringend mal vorbeigehen. Beziehungsweise die Online-Petition unterzeichnen, die am Mittwoch gestartet wurde.

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