Eva Tepests Tipp für Sie

Veröffentlicht am 14.03.2019

Rettungsaktion für den „Sonntags-Club“. 7.854 Euro – so viel fehlt dem „Sonntags-Club“ in Prenzlauer Berg, um seinen regulären Betrieb im laufenden und kommenden Jahr fortsetzen zu können. Und um die Mieterhöhung von rund 1.000 Euro Miete im Monat auszugleichen. „Wir wollen 50 werden!“, erklärt der Verein im Crowdfunding-Video.

Der „Sonntags-Club“ ist eine der ältesten LSBTI– (das steht für lesbisch, schwul, bisexuell, trans und inter) Institutionen im Land, schreibt meine Kollegin Eva Tepest in ihrem Artikel. Lange Zeit war er die einzige Anlaufstelle für Schwule, Lesben und trans Personen in der DDR. In den 1980er organisierten Mitglieder der 1973 in Ost-Berlin gegründeten Homosexuellen Interessengemeinschaft Berlin (HIB) um Uschi Sillge immer wieder Veranstaltungen und Treffen in verschiedenen Klubräumen.

Nun stieg die Miete von 7,25 Euro auf 12,00 Euro den Quadratmeter. Einen Teil davon fängt die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung auf, die 60 Prozent der Vereinsarbeit fördert. „Der Sonntags-Clubs ist unheimlich wichtig“, betont Sprecher Sebastian Brux. Die restlichen Ausgaben will der Verein nun durch eine Crowdfunding-Kampagne decken.

Die Startnext-Kampagne „Der SC will 50 werden!“ läuft noch bis zum 31. Mai. Wer den Sonntags-Club besuchen möchte, kann täglich ab 18 Uhr das Café besuchen oder einen Blick ins Veranstaltungsprogramm werfen.

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