Intro

von Gerd Appenzeller

Veröffentlicht am 24.07.2019

fünf Jahre lang dürfen in Berlin die Mieten nicht mehr erhöht werden. Mieter finden das natürlich toll. Wohnungseigentümer weniger. Genossenschaften gar nicht. Denn sie vermieten jetzt schon günstig, ihr Zweck ist nicht auf hohe Renditen ausgelegt, sondern auf bezahlbaren Wohnraum. Die Reinickendorfer, genauer: Waidmannluster „Freie Scholle“ gibt es als Baugenossenschaft seit fast 125 Jahren. Sie umfasst heute 1440 Wohnungen, darunter 403 Einfamilienhäuser. Ihr Motto lautet: Miteinander wohnen. Ich sprach mit ihrem Vorstand, Hans-Jürgen Hube, über „Wohnen in Berlin“ und den Mietendeckel. Hube hat mir erklärt, warum er dagegen ist. Sein Porträt lesen Sie in der Rubrik „Nachbarn“, mehr über die Genossenschaft weiter unten bei „Namen & Neues“.

Hat am Fließ, auf der Höhe des Übergangs vom Titusweg, ein Biber das Fließ aufgestaut, oder ist es einfach nur Dreck und Gestrüpp, das sich da quer stellt? Eine Leserin hat mir Info-Material geschickt – mehr dazu ebenfalls weiter unten bei „Namen & Neues“.

Warum macht man es den Busfahrern der BVG so schwer in Waidmannslust? Es gibt eine Stelle zwischen Titiseestraße und Schluchseestraße, an der eine ganz einfache Maßnahme Abhilfe schaffen könnte, schlägt Newsletter-Leser Peter Lindt vor. Mehr dazu in der Rubrik „Kiezkamera“ kurz vor Schluss des Newsletters.

In Heiligensee stinkt es nicht mehr. Die provisorische Einleitstelle für Fäkalien am Pumpwerk Heiligensee wurde geschlossen, seit Montag fahren die Gülletransporter zum Hauptpumpwerk nach Wittenau, da sind keine Wohnungen in der Nachbarschaft. Politiker von CDU und SPD wollen die entscheidenden Hinweise an die Wasserbetriebe gegeben und die Änderung bewirkt haben. Jeder weist für sich in Pressemitteilungen darauf hin. Ob es nicht alle zusammen bewirkt haben? Der erste Hinweis bei mir kam von Felix Schönebeck, dem CDU-BVV-Mitglied. Dann kümmerten sich nachweisbar Jörg Stroedter, SPD-MdA, und Stephan Schmidt, CDU-MdA. Auch Bezirksbürgermeister Frank Balzer sagt, er habe sich erfolgreich eingesetzt. Sagen wir mal so: Wenn sich bei der Lösung eines jeden Reinickendorfer Problems CDU und SPD gemeinsam so einsetzen würden, wäre schon viel geschafft.

Gerd Appenzeller, geborener Berliner, ist seit 24 Jahren Mitglied der Tagesspiegel-Redaktion, war Chefredakteur und Herausgeber. Als er 1994 mit seiner Familie in die alte Heimat zurückkam, zog er nach Hermsdorf, denn dort hat er auch seine Kindheit verbracht und dort leben auch sein Bruder und dessen Frau. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an gerd.appenzeller@tagesspiegel.de

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