Intro

von Gerd Appenzeller

Veröffentlicht am 30.10.2019

Der Tegeler See hatte heute Morgen 12,3 Grad. Klingt jetzt nur bedingt nach Berliner Sommerbadespaß, aber genau der rückt immer näher. Und damit ein schneller Blick aufs Strandbad in Berlin-Tegel: Im September hat die Berliner Immobilienmanagement GmbH, kurz: BIM, die Ausschreibung für ein Konzeptverfahren zur Betreibung des still gelegten Strandbades gestartet – das ist bekanntlich seit 2016 geschlossen. Am 22. Oktober lief die Frist zur Einreichung von Bewerbungen ab. Wie der Tagesspiegel über den SPD-Abgeordneten Jörg Stroedter erfuhr, lägen zwei Bewerbungen vor. Der CDU-Bezirksverordnete Felix Schönebeck bekam die Auskunft, es handele sich um „mehrere Bewerbungen“. Aber gut: Rein sprachlich gesehen, schließt das eine das andere ja nicht aus…

Wie geht es jetzt weiter am Strandbad? Die BIM prüft nun die Angebote auf Realisierbarkeit und auf die finanzielle Bonität der Interessenten. Gewährleistet sein muss der Badebetrieb mindestens im Sommer, also von Mai bis August. Schönebeck, CDU, schreibt in einer Pressemitteilung, der Badebetrieb müsse spätestens im Mai 2021 aufgenommen werden. Stroedter, SPD, hatte mir wiederum unlängst mitgeteilt, er sehe Aussichten, dass bereits im Sommer 2020 wieder gebadet werden könne. Auf einer Jurysitzung am 26. November werden diejenigen Anbieter eingeladen, die alle genannten formalen Hürden genommen haben. Die Jury wird am gleichen Tag ihre Entscheidung bekannt geben.

Doch es gibt Unmut. Kritik an den Bedingungen übt die Reinickendorfer CDU, die sich seit Jahren für das Strandbad Tegel engagiert. Die Bedingungen für alle Bewerber seien nach wie vor schlecht. Deshalb brachte die CDU in der letzten BVV-Sitzung am 23. Oktober eine Reihe von Anträgen ein, um eine Verbesserung der Situation am Strandbad Tegel zu erreichen. Dabei geht es um die Erreichbarkeit und die finanzielle Situation. Mehr dazu erzähle ich Ihnen heute im Reinickendorf-Newsletter. – Text: Gerd Appenzeller
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Meine weiteren Themen im neuen Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Reinickendorf. Eine Auswahl: +++ Frank Steffel und die CDU: Meine Analyse +++ Stolperstein: Der Musiklehrer aus Frohnau, der nachts heimlich Klavier spielte +++ Neuer Füchse-Trainer: Mehr Reinickendorf geht nicht +++   „Au revoir, Tegel“ – und was kommt danach in TXL? +++ Strandbad Tegel: Zwei Bewerbungen liegen vor +++ Deutsch-Französische Tage mit vielen Veranstaltungen +++ Lesefestival im Auguste-Kiez +++ Radwege: Wenig Licht, viel Schatten +++ Den Reinickendorf-Newsletter in voller Länge gibt es kostenlos unter leute.tagesspiegel.de.
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Zum Newsletter-Autor: Gerd Appenzeller, geborener Berliner, ist seit 24 Jahren Mitglied der Tagesspiegel-Redaktion, war Chefredakteur und Herausgeber. Als er 1994 mit seiner Familie in die alte Heimat zurückkam, zog er nach Hermsdorf, denn dort hat er auch seine Kindheit verbracht und dort leben auch sein Bruder und dessen Frau. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an gerd.appenzeller@tagesspiegel.de

  • Heute mit Unterstützung. Am heutigen Reinickendorf-Newsletter hat André Görke an diversen Texten mitgearbeitet, den Sie vielleicht vom anderen Havel-Ufer kennen: Er schreibt sonst den Spandau-Newsletter vom Tagesspiegel. Den Newsletter gibt’s heute mal (und nur für Sie!) komplett als Leseprobe.
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