Intro
von Gerd Appenzeller
Veröffentlicht am 10.06.2020
Was bewegt Reinickendorf in dieser Woche? Da ist der Ärger um eine übel riechende Sache in einem wunderschönen Wohnviertel: In der Cité Guynemer gibt es immer neue Baugenehmigungen, aber der Zustand der Kanalisation entspricht der Einwohnerdichte von vor fünfzig Jahren. Ergebnis: Nicht nur nach starken Regenfällen stinkt es zum Himmel und im Keller. Mehr weiter unten.
Vor den Betriebshöfen in Heiligensee und Reinickendorf stauen sich die Autos, mit denen Altpapier, Elektroschrott und Holzreste angefahren werden. Das war schon immer so, aber so schlimm wie in den letzten Wochen ist es noch nie gewesen. Die BSR sagt: Das kommt, weil die Leute jetzt, in den Zeiten von Kurzarbeit und Homeoffice, ausmisten. Die Nutzer sagen: Das stimmt schon längst nicht mehr, es liegt an den verkürzten Öffnungszeiten. Der SPD-Abgeordnete Jörg Stroedter hat sich jetzt zum Sprecher der verärgerten verbrauchen gemacht. Auch davon gleich mehr.
Und nun zu etwas Schönerem. Am 21. Juni, dem Sonntag in einer Woche, heißt es wieder Fête de la Musique – zum 25. Mal in Berlin. Und wieder sind, wie schon im Vorjahr, die Leute-Newsletter des Tagesspiegels mit dabei. Aber es wird ein besonderes Jubiläum: Diesmal spielt die Musik nicht auf der Straße und im Park, sondern bei Ihnen zu Hause. Konzerlocation sind das Wohnzimmer und der Balkon, das Publikum schaut per Livestream zu. Machen Sie mit – oder auf Französisch: faites de la musique! Wie genau, lesen Sie hier: fetedelamusique.de
Für Reinickendorf habe ich mir aber eine kleine Besonderheit ausgedacht – die funktioniert aber nur, wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, mitmachen. In den letzten Wochen gab es, vor allem am Samstagnachmittag und Abend, immer wieder kleine Konzerte in Vorgärten und vom Fenster aus. Musikerinnen und Musiker haben die traurigen Zeiten der Isolation mit Geigen-, und Trompeten- und Flötenmusik vergessen lassen. Wer sind diese Glücksbringer gewesen? Wo waren sie zu hören? Schreiben Sie mir bitte, ich möchte diese liebenswerten Menschen im Newsletter vorstellen. Ihre Mail bitte an: gerd.appenzeller@tagesspiegel.de. Und schicken Sie bitte ein Foto mit. Ich freue mich darauf. – Text: Gerd Appenzeller
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Dieser Text stammt aus dem Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Reinickendorf. Die Newsletter für die 12 Berliner Bezirke gibt es kostenlos unter leute.tagesspiegel.de
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