Intro

von Gerd Appenzeller

Veröffentlicht am 12.08.2020

Es ist die erfrischende Nachricht zum Hitze-Sommer am Tegeler See. Vier Jahre lang war das bei Familien so beliebte Strandbad Tegel geschlossen, weil die Abwasserleitung nicht mehr sicher war. Immer wieder hatten Politiker aus dem Bezirk, allen voran Tim-Christopher Zeelen und Felix Schönebeck, beide CDU, über alle möglichen Initiativen versucht, eine, wenn auch nur provisorische, Wiedereröffnung zu erreichen – vergeblich. Aber jetzt haben die Berliner Bäderbetriebe und die BIM, die Berliner Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH, einen neuen Betreiber gefunden. Am Dienstag  wurde er vorgestellt – es ist eine gemeinnützige GmbH, das heißt, sie ist nicht auf die Erzielung eines Gewinnes hin gegründet.

Wer sind die Leute dahinter? Hinter dieser gGmbH stehen als tätiger Gestalter die „Neue Nachbarschaft/ Moabit eV“ und im Hintergrund zwei private Gesellschafter, ein Ehepaar, Jil Bentley und Klaus Kögler. Beide spielen in Berlin immer wieder eine sehr großzügige Rolle bei der Unterstützung sozialer Projekte. Geschäftsführerin der neu gegründeten „Strandbad Tegelsee gGmbH“ ist die aus Minsk stammende Künstlerin und politische Aktivistin, Marina Naprushkina, die bei einer Pressekonferenz im aufgelassenen Tegeler Bad ihr Vorhaben erläuterte. In der Rubrik „Nachbarschaft“ stelle ich sie im aktuellen Reinickendorf-Newsletter vom Tagesspiegel vor – den gibt es kostenlos und in voller Länge hier.

Was sind die wichtigsten Fakten zum Strandbad? Hier eine schnelle Übersicht.

  • Für Kinder und Jugendliche wird der Eintritt kostenlos sein, damit auch sozial Benachteiligte und Flüchtlingsfamilien das Bad nutzen können.
  • Es wird ein vegetarisches Restaurant geben, in dem nur mit frischen Produkten gekocht wird.
  • Es sind Sport– und Mitmachaktivitäten geplant.
  • Auch Lesungen stehen auf dem Projekt-Plan.
  • Im Herbst 2020 sollen die Sanierungsarbeiten, vor allem auch an der Abwasserleitung, beginnen.
  • Die Eröffnung soll im Mai 2021 sein.

...und was kostet das alles? Bäderbetriebe und Senatsverwaltung betonen, dass die öffentliche Hand keine Gelder für Investitionen bereitstellt, sondern dass dies die neuen Pächter auf der Basis des 40 Jahre laufenden Vertrages selber stemmen werden. Mehr zum Strandbad Tegel lesen Sie hier von mir im Tagesspiegel. – Text: Gerd Appenzeller
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Dieser Text stammt aus dem Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Reinickendorf. Die Tagesspiegel-Newsletter für alle 12 Berliner Bezirke (mit schon 220.000 Abos) gibt es kostenlos und in voller Länge unter leute.tagesspiegel.de.
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Hier noch mehr Themen aus dem aktuellen Reinickendorf-Newsletter vom Tagesspiegel

  • Neuer Start fürs Strandbad Tegel: Ein gemeinnütziger Investor übernimmt das Bad für 40 Jahre in Erbbaupacht – und welche drei Personen stecken konkret dahinter?
  • Wochenmarkt am S-Bahnhof Frohnau: Wer will diesen Markt zerstören, wer hat hier was vor?
  • VfB Hermsdorf hat jetzt einen Wildschwein-sicheren Platz zum Kicken – und es gibt noch einen anderen Grund zum Feiern.
  • Streit um BVG-Express-Bus in Tegel
  • Nachschlag zum BSR-Kaufhaus
  • Yoga, Gottesdienste, Mauergedenken
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