Kiezkamera

Veröffentlicht am 22.11.2017 von Gerd Appenzeller

Mit der eigenen Geschichte auseinandergesetzt: Anlässlich des 400. Jahrestages ihrer Gründung hat sich die Innung Sanitär-Heizung-Klempner mit der eigenen Geschichte auseinander gesetzt und das Verhalten der Innung in der Zeit des Dritten Reichs kritisch reflektiert. Sie gedachte jener Mitglieder, die, weil sie Juden waren, in der NS-Zeit aus der Innung ausgeschlossen und später deportiert und ermordet wurden. Als exemplarischen Fall nannte Torsten Hauenschild von der AG Stolpersteine vor dem letzten Wohnhaus des ermordeten Mitglieds Ludwig Sabat am Eichborndamm 84 dessen Biographie. Innungsgeschäftsführer Klaus Rinkenburger und Bürgermeister Frank Balzer hielten Ansprachen. Die Erinnerung an die NS-Zeit verbanden sie mit dem Bekenntnis zur Verantwortung heute und der Überzeugung, das zivile Gespräch immer im Mittelpunkt zu halten. Das Handwerk stünde traditionell für kulturelle Vielfalt, die Innung sei auch deshalb in Projekten zur Integration von Flüchtlingen engagiert. Gerd Appenzeller

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