Kiezkamera

Veröffentlicht am 06.11.2019 von Gerd Appenzeller

 

Kleine Berliner Wahrzeichen: die Schneckenbrücken. Sie überqueren Gleise, Straßen, Kanäle in Berlin: die markanten „Schneckenbrücken“ mit ihrer geschwungenen Rampe. Ein bekanntes Exemplar steht zwischen den S-Bahnhöfen Lichterfelde-West und Sundgauer Straße und überquert die S-Bahnlinie S1 – hier ein Foto. Eine ganz besondere „Schneckenbrücke“ befindet sich in Charlottenburg. Sie überquert Autobahn und Kanal – und hat sogar drei Rampen (wer auch immer zwischen Autobahn und Kanal runter und spazieren will –hier ein Foto).

Und es gibt die Schneckenbrücke in Berlin-Reinickendorf. Die ist jetzt Thema im Rathaus. In diesem Fall – siehe Foto oben – heißt die Verbindung Ernststraßensteg. Und der ist in Tegel nicht nur für Fußgänger, sondern auch für Radfahrer ein beliebter Abkürzungsweg über die Autobahn A 111 und die Bahntrasse hinweg – hier eine Ansicht aus der Luft. Leider gilt dieser Steg aber aufgrund seiner fehlenden Breite nicht als für Radfahrer im Begegnungsverkehr geeignet. Die CDU-Fraktion in der BVV hat jetzt gefordert, das Bezirksamt solle anlässlich der Jahre dauernden Bauarbeiten an der A 111 auch einen Neubau dieser Brücke fordern. Eine solche Verbindung zwischen Tegel und Borsigwalde wäre ohne jeden Zweifel sinnvoll. Die Schneckenbrücke (siehe Foto) sieht zwar, angemalt wie sie ist, ganz putzig aus, aber sie ist ein typisches Symbol des Berliner Verfalls öffentlicher Verkehrswege. – Text: Gerd Appenzeller

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Dieser Text erschien im Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Reinickendorf. Den gibt es kostenlos und in voller Länge einmal pro Woche hier: leute.tagesspiegel.de
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