Kurzmeldungen

Veröffentlicht am 06.11.2019 von Gerd Appenzeller

  • „Zumutung für Alte“: Der weite Weg zu den Mülltonnen. Newsletter-Leser Reiner Gomann beklagt sich, dass in der Stolzingstraße in Frohnau die Anwohner wegen weiträumiger Absperrungen ihre Mülltonnen weit schleppen müssten, damit die Müllfahrzeuge sie entleeren können. Er verstünde das nicht, für ältere Menschen sei das eine Zumutung.  Das Bezirksamt schrieb mir dazu: Ja, in der Anlaufphase hat es Probleme gegeben. In Absprache mit der BSR seien aber zwei Sammelplätze für die Abholung eingerichtet worden, der Baubetrieb übernehme den Transport der Tonnen zwischen den Anliegergrundstücken und den Sammelplätzen. Die Anlieger müssten ihre Tonnen nur jeweils vor das Grundstück stellen – es sollte also inzwischen klappen…
  • Für einen Reinickendorfer Umweltpreis. Im Bezirk Reinickendorf setzen sich viele Menschen für die Umwelt ein. Gemeinsam mit der umweltpolitischen Sprecherin der CDU-Fraktion Reinickendorf, Sylvia Schmidt,  schlägt der Bezirksverordnete Björn Wohlert daher in einem BVV-Antrag vor, jährlich einen Reinickendorfer Umweltpreis an entsprechende Initiativen zu verleihen. „Mit dem Umweltpreis soll vor allem aufgezeigt werden, wie Bürger sich mit geringem Aufwand selbst für den Umweltschutz engagieren und ihren Beitrag leisten können. Damit werden Vorbilder geschaffen, die in die Reinickendorfer Öffentlichkeit hineinwirken“, begründet Schmidt die Initiative. Nach Wohlerts Vorstellung sollten für die Preise auch die Kiezfonds 2020 und 2021 genutzt werden. 10.000 der insgesamt 40.000 Euro sollen nach einem weiteren Antrag des CDU-Bezirksverordneten Björn Wohlert für die Förderung von Umweltschutzprojekten reserviert werden.
  • SPD wirft CDU und AfD Blockade vor. In der Waldstraße hat der traditionsreiche Süßwarenhersteller August Storck seinen Sitz. Firmenvertreter kamen auf dem Stadtteiltag von Jörg Stroedter, MdA, ins Gespräch mit dem wirtschaftspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung, Gerald Walk. Dabei wurde nach Ansicht der SPD deutlich, dass die Mitarbeiter und Lieferanten, mit einer problematischen Verkehrssituation zu kämpfen haben: Sind die Parkplätze in der Waldstraße neben der Firmenausfahrt belegt, ist der Blick derartig behindert, dass ein Verlassen des Geländes mit einem Fahrzeug häufig zu brenzligen Situationen führt. Die SPD-Fraktion hat als Lösung gefordert, zwischen der Ausfahrt des Lebensmitteldiscounters Lidl und der Firma Storck ein absolutes Halteverbot anzuordnen – hier ein Blick, wie es vor Ort aussieht. Davon wären drei Parkplätze betroffen. Dieser Vorschlag fand in der Bezirksverordnetenversammlung zwar überparteilichen Zuspruch, scheitert aber einer Mehrheit aus CDU und AfD.
  • Spendensammlung für Obdachlose. Die Reinickendorfer Abgeordnete Bettina König (SPD) sammelt Spenden für die Obdachlosenbetreuung auf dem Franz-Neumann-Platz. Die Betreuung von jungen Obdachlosen übernimmt die Organisation Teen Challenge. Sie stellt auf dem Franz-Neumann-Platz seit Mitte Oktober ein Zelt zur Verfügung, wo sich Obdachlose aufwärmen und eine warme Mahlzeiten erhalten können. Die Sozialarbeiter stehen aber auch für Gespräche bereit. Sie versuchen gemeinsam mit den jungen Menschen eine Brücke in die Gesellschaft zu bauen. „Das Geld werde ich vor Weihnachten an TeenChallenge übergeben. Ich freu mich über jeden, der uns Bürgerbüro (Amendestraße 104) kommt und das Anliegen mit einer kleinen Spende unterstützt“, so König.
  • Wohnungen statt Blumen. Die Stammkunden waren verblüfft: Zum Monatswechsel hing vor dem geschlossenen Blumengeschäft Reese in der Berliner Straße in Hermsdorf ein Schild – der Laden ist dauerhaft geschlossen. Warum, weshalb? Die Vermutung liegt nahe, dass auf dem sehr schön am Fließtal gelegenen Grundstück der Bau einer oder mehrerer Wohnungen rentabler als der Verkauf von Blumen sein könnte. Eine Nachfrage beim Bezirksamt ergab: Ja, es liegt eine entsprechende Anfrage vor. – Text: Gerd Appenzeller+++
    Dieser Text erschien im Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Reinickendorf. Den gibt es kostenlos und in voller Länge einmal pro Woche hier: leute.tagesspiegel.de
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