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Fahrbahnsanierung

Veröffentlicht am 04.07.2018 von Gerd Appenzeller

Auf der Rudolf-Wissell-Brücke (RWB) wird in diesem Jahr die Fahrbahn in Fahrtrichtung Süden saniert. Um den Berlinerinnen und Berlinern einen reibungslosen Start in die Sommerferien zu ermöglichen, beginnen die Arbeiten erst nach dem ersten Ferienwochenende in Berlin. Lastwagen über 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht, die aus Richtung Wedding kommen, dürfen nicht direkt auf die A 100 fahren. Sie werden von der Beusselstraße zur Anschlussstelle Saatwinkler Damm geführt und können erst dort auf die Autobahn auffahren. Eine Woche nach dem Ferienende sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Mit der Fahrbahnsanierung erhöht die DEGES, die „Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und –bau GmbH“, nach eigenen Angaben die Verkehrssicherheit der Rudolf-Wissell-Brücke, bis sie durch einen Neubau ersetzt wird.

In der Nacht vom Sonntag, 8., zum Montag, 9. Juli, beginnen die Bauvorbereitungen auf dem drittmeistbefahrenen Autobahnabschnitt Deutschlands. Damit ist sichergestellt, dass die Berlinerinnen und Berlin zum Ferienbeginn und auch am ersten Ferienwochenende ohne Einschränkungen verreisen können. Nach zwei nächtlichen Sperrungen zur Einrichtung der bauzeitlichen Verkehrsführung stehen während der Bauphase in beiden Fahrtrichtungen jeweils zwei Fahrspuren zur Verfügung. Die erste Sperrung betrifft nur die Fahrtrichtung Nord in der Nacht vom 8. auf den 9. Juli zwischen 18 und 5 Uhr, außerdem wird die Rudolf-Wissell-Brücke in der Nacht vom 9. auf den 10. Juli zwischen 22 und 5 Uhr voll gesperrt.

Wie im vergangenen Jahr, als die Brücke in Fahrtrichtung Nord saniert wurde, kommt ein neues Verfahren zum Einsatz, das die Bauzeit deutlich verringert. Dabei wird die Fahrbahn nicht auf herkömmliche Art abgedichtet, sondern mit einer grobporigen Asphaltschicht überzogen, die anschließend mit speziellem Kunststoff verfüllt wird. „Wie stark die Fahrbahn in Fahrtrichtung Süd tatsächlich geschädigt ist, lässt sich erst sagen, wenn der alte Belag abgefräst wurde. Vom Schädigungsgrad hängt maßgeblich ab, wie schnell wir mit der Sanierung vorankommen“, sagt DEGES-Projektleiter Wolfgang Pilz. Geplant ist, die Baumaßnahme bis zum 24. August, eine Woche nach dem Ende der Berliner Sommerferien, abzuschließen.

Veränderte Verkehrsführung für Lastwagen: Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen, die aus dem Wedding kommend auf die A 100 in Richtung Rudolf-Wissell-Brücke fahren wollen, müssen sich auf eine neue Verkehrsführung einstellen, denn für die Dauer der Bauarbeiten auf der RWB ist die A 100 in Fahrtrichtung Autobahndreieck Charlottenburg für Lastwagen nicht befahrbar. Diese Fahrzeuge werden über die Beusselstraße zur AS Saatwinkler Damm geleitet und müssen hier auf die A 111 auffahren, um von dort wieder auf die A 100 in Fahrtrichtung Süd zu gelangen. Auf der A 100 werden kurz vor dem Jakob-Kaiser-Platz Höhenkontrollen (Durchfahrtshöhe begrenzt auf 3,10 m) eingerichtet, die Lastwagen, die fälschlicherweise doch auf die A 100 aufgefahren sind, zusätzlich warnen. In Fahrtrichtung Nord gibt es für Lastwagen keine Einschränkungen. Zu befürchten ist ein Fahrzeugrückstau bis zum Kurt-Schumacher-Platz. Das wiederum wird zu Staus in der Scharnweberstraße und der Oranienburger Straße führen, und wie immer werden auch die aus Richtung Norden kommenden Autofahrer auf der A 111 die Behinderungen auf der stark befahrenen Brücke spüren.

Kosten und Hintergrund:  Die Kosten für die Fahrbahnsanierung in den Bauphasen 2017/18 liegen bei rund sieben Millionen Euro, die vom Bundesverkehrsministerium bereitgestellt werden. Mit der Fahrbahnsanierung soll die Verkehrssicherheit der Rudolf-Wissell-Brücke garantiert werden, außerdem sollen Verkehrsbehinderungen durch immer wieder auftretende Schlaglöcher verhindert werden. Für den geplanten Ersatzneubau hat die DEGES bereits im Mai 2018 die Weichen gestellt. In einem Ideenwettbewerb hatte sich das Ingenieurbüro Leonhardt, Andrä und Partner durchgesetzt, das die Planungen für den Neubau der Rudolf-Wissell-Brücke umsetzen soll. Diese Arbeiten beginnen nicht vor 2022. Aktuell werden die Planungen für den Siegerentwurf des Wettbewerbs vertieft, später werden eine Umweltverträglichkeitsprüfung und danach ein Planfeststellungsverfahren zur Erlangung des Baurechts durchgeführt. Informationen zu den Bauprojekten der DEGES in Berlin gibt es unter berlin.deges.de/.

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