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Förster Frank Mosch: Wir hoffen weiter auf Regen

Veröffentlicht am 29.08.2018 von Gerd Appenzeller

In Tegel, im Forst, hat es nicht gebrannt. Gottseidank. Anders als in Brandenburg, wo viele hundert Hektar Wald durch das Feuer vernichtet wurden, blieben in Reinickendorf die Wälder von den Flammen verschont, mussten die Bewohner der an den Wald grenzenden Siedlungen nicht Hals über Kopf ihre Häuser räumen. Aber gut geht es dem Tegeler Forst nicht, das kann man bei Wanderungen sehen, das bestätigt auch ausdrücklich Frank Mosch, der Revierförster Tegelsee. Ich fragte ihn nach seinem persönlichen Waldzustandsbericht.

Hier ist er: „Zumindest hier in der Revierförsterei Tegelsee hat der Wald sehr unter dem trockenen warmen Sommer zu leiden gehabt bzw. leidet noch immer. Zur Verringerung der Verdunstungsoberfläche haben die Bäume schnell angefangen grüne Blätter abzuwerfen. Einige große alte Bäume (Buchen, Eichen, Birken) sind trotzdem komplett abgestorben, da sie es nicht geschafft haben, sich mit  genügend Wasser zu versorgen. Auch die Bodenvegetation und die Naturverjüngung (das ist kleiner natürlicher Baumnachwuchs) hat im gesamten Waldgebiet stark gelitten und ist z.T. auch flächig abgestorben, da sie keine tiefgreifenden Wurzeln haben, um an das Grundwasser zu gelangen. Aufgrund der Wärme durch die starke Sonneneinstrahlung fühlen sich zahlreiche Insekten sehr wohl und befallen massiv die durch Trockenheit gestressten Bäume. Hierdurch kommt es ebenfalls z.T. zu erheblichen Absterben von Bäumen, insbesondere ältere Kiefern und Eichen. Durch den Wassermangel in den Bäumen kommt es weiterhin zu plötzlichen Abbrüchen gesunder grüner Äste und zum Umkippen einzelner Bäume, da sie im trockenen sandigen Waldboden nicht mehr ausreichend Halt haben. Hoffen wir weiterhin auf den dringend notwendigen Regen!“

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