Namen & Neues

Die Baustelle Artemisstraße..

Veröffentlicht am 07.11.2018 von Gerd Appenzeller

Wie lange geht das noch? So hatte ich im letzten Newsletter gefragt, und darauf hingewiesen, dass hier seit fast zwei Jahren an Abwasserleitungen gebaut wird. Und ich hatte beklagt, dass in der Diana- und der Artemisstraße offensichtlich überhaupt nichts voran ginge. Dazu haben mich zwei Zuschriften erreicht, die mich beide nachdenklich stimmten, weil mir klar wurde, dass das, was ich als Behinderung empfinde – eine ewige Baustelle – von den Anwohnern als Beglückung gesehen wird: Endlich Ruhe!

Günter und Ilse Koch aus Hermsdorf haben mich autorisiert, ihren Text unter Namensnennung zu veröffentlichen. Hier ist er: „Sehr geehrter Herr Appenzeller, vielen Dank für Ihre Info über die verzögerten Baumaßnahmen im Straßenbereich der beiden  Jagdgöttinnen. Wir können uns nicht vorstellen, dass Sie Anwohner danach gefragt haben, wann nun endlich die Bauarbeiten dort beendet sind. Denn die Anwohner der betroffenen Straßen genießen die außergewöhnliche Ruhe, die durch die Verdrängung des normalerweise permanenten und lauten Schleichverkehrs (während der Bauarbeiten) eingetreten ist. Seien Sie versichert, dass viele Anwohner die baldige Öffnung der betr. Straßen gar nicht begrüßen würden. Ich darf Sie in diesem Zusammenhang auch auf Ihre Berichte zum Durchgangsverkehr am Waldsee hinweisen, wo sich offensichtlich Anwohner beschweren. Es scheint schwierig, die sehr unterschiedlichen Interessenlagen der Anwohner und Autofahrer bei Verkehrsberuhigungsprojekten auf einen Nenner zu bringen. Mit freundlichen Grüßen Ilse und Günter Koch“

Nicht unter dem Namen veröffentlicht sehen wollte eine andere Leserin ihre Einwände, die aber ganz ähnlich sind. Deshalb zitiere ich hier ohne Quellennennung: „Als Anwohnerin der Artemisstraße auf diesem Abschnitt nördlich der Dianastraße kann ich dazu nur sagen: Was für eine Ruhe! Mir ist seit der Sperrung erst wieder voll ins Bewußtsein gelangt, wie hoch die Lärm- und Abgasbelastung durch den Durchgangsverkehr ist, insbesondere auch in den Stoßzeiten. Als meine Kinder vor Jahren die Münchhausen-Grundschule in der Artemisstraße besuchten, mussten sie morgens i. d. R. lange an der Kreuzung Artemis-/Ecke Dianastraße warten, um sie gefahrlos zu überqueren. Zu beobachten war und ist auch immer noch, dass viele Kinder die Überquerung der Straße ohne die Unterstützung von Erwachsenen kaum bewältigen. Aufmerken muss man bei dieser Situation hinsichtlich der Tatsache, dass es sich in dem gesamten Bereich zwischen Waidmannsluster Damm, der B96 und dem Hermsdorfer Damm um ein Wohngebiet und zugleich eine Tempo-30-Zone handelt, also eine mit dem Waldseeweg vergleichbare Situation. Das Tempolimit wird von vielen Autofahrern nicht eingehalten, während es zu Stoßzeiten zu einem Rückstau der Fahrzeuge bis weit in die Brandtstraße hinein kommt. Sicherlich ist diese Verbindung zwischen Hermsdorf und Waidmannslust für viele Anwohner wichtig. Hauptsächlich stellt sie aber für den Durchgangsverkehr eine Alternative für die stark frequentierte B96 dar… In den vergangenen Jahren gab es, soweit mir bekannt ist, wiederholt Initiativen zur Verkehrsberuhigung beispielsweise durch eine Einbahnstraßenregelung oder die Forderung nach einem Zebrastreifen für die Kreuzung. Bisher alles ergebnislos. Auch in die Planung über die zukünftige Gestaltung der zu sanierenden Artemisstraße wurden die Anwohner nicht mit einbezogen…“

Anzeige