Namen & Neues

Für Hermsdorfer wird Parken teuer

Veröffentlicht am 06.02.2019 von Gerd Appenzeller

Auf den ersten Blick klang das sehr gut: Nachdem Anwohner aus der Umgebung des S-Bahnhofs Hermsdorfs und dort ansässige Einzelhändler seit Monaten darüber klagen, dass die Autos der Pendler aus Brandenburg alle Parkplätze blockieren, teilen nun Bezirksbürgermeister Frank Balzer und die für Bauen zuständige Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt mit, dass zum 1. März in der Umgebung des Bahnhofs eine Kurzparkzone eingerichtet werden soll, in der das Parken ausweislich der im Auto hinterlegten Parkscheibe auf drei Stunden begrenzt wird. Die sehr große Zone umfasst folgende Straßen: Auguste-Viktoria-Straße, Backnanger Straße, Fellbacher Straße, Fichtestraße, Forlenweg, Freiher-vom-Stein-Straße, Glienicker Straße, Heidenheimer Straße, Heinsestraße, Jahnstraße, Oggenhauser Straße, Olafstraße, Schloßstraße, Schrambrger Straße, Schulzendorfer Straße, Silvesterweg, Tegeler Straße, Ulmenstraße, Wachsmuthstraße, Waldseeweg, Wickhofstraße.

Anwohner und Gewerbetreibende, die in diesen Straßen wohnen oder ihre Arbeitsstäten dort haben, können eine Ausnahmegenehmigung, befristet auf zwei Jahre, beim Bezirksamt schriftlich beantragen. Dazu sind viele Nachweise erforderlich, Kopien des Personalausweises, der Kfz-Zulassungsbescheinigung, vollständig ausgefüllter Antragsvordruck. So weit, so bürokratisch, so gut. Aber: Diese Ausnahmegenehmigung ist gebührenpflichtig. Sie kostet 20,40 Euro für die zwei Jahre. Östlich des Bahndamms ist praktisch der ganze Ortsteil zwischen Hermsdorfer Damm und Berliner Straße betroffen, südwestlich vom Bahndamm ein Streifen von etwa 500 Meter Breite. Wenn sich der R2G-Senat eine solche Parkraumregelung ausgedacht hätte, würde die ganze Reinickendorfer CDU jetzt Zetermordio schreien.

PS: Damit keine Missverständnisse aufkommen – weder meine Familie noch ich sind von der Regelung betroffen.