Namen & Neues

Betriebshof Heiligensee  - ein BSR-Ärgernis

Veröffentlicht am 02.10.2019 von Gerd Appenzeller

Alle regen sich über die Vermüllung des öffentlichen Raumes auf. Die Tendenz vieler Berliner, ihre ausgedienten Möbel, Fernseher, Staubsauger einfach an den Straßenrand zu stellen, mit einem Zettel „Zu verschenken“, nimmt eher zu als ab. Woran liegt das? Auch daran, dass es zu wenig BSR-Betriebshöfe gibt, zu denen man seinen Sperrmüll transportieren könnte. In Reinickendorf sind es gerade einmal zwei, und der in Heiligensee ist ständig überlaufen. Die Autos stauen sich auf beiden Seiten der Straße „Am Dachsbau“. Wer gut zu Fuß ist, lässt sein Auto 100 oder 200 Meter vom Betriebshof entfernt stehen, und trägt seinen alten Kram auf den BSR-Hof. Fakt ist: Das Gelände ist zu klein. Daran kann auch der SPD-Abgeordnete Jörg Stroedter nichts ändern, aber er hat sich des Themas wieder einmal angenommen. Und hier im Reinickendorf-Newsletter kommt die (magere) Bilanz seiner Bemühungen.

BSR prüft andere Zufahrt zum Betriebshof. „Auf meine Anregung hin wurde die Abfuhrlogistik (d.h. die Zeiten der Containerwechsel) am BSR-Hof in Heiligensee bereits im vergangenen Jahr geändert“, schreibt mir Jörg Stroedter. Jetzt habe ich mich wieder an die BSR mit dem Hinweis auf die weiterhin schwierige Baustellensituation und die schlechten Zufahrtsmöglichkeiten gewandt. Von der BSR erhielt ich die Antwort, dass die Verkehrsführung und -lenkung bereits durch die zuständige Behörde angepasst wurde. Außerdem werde ein Umbau mit einer anderen Zufahrtsmöglichkeit geprüft, aufgrund des Zuschnitts der Liegenschaft werden dafür allerdings eher geringe Chancen gesehen. Die Situation am BSR-Hof in Heiligensee bleibt leider schwierig! Ich werde mich aber weiterhin für Verbesserungen bzw. Veränderungen bei diesem BSR-Hof einsetzen.“ – Infos zum BSR-Hof Heiligensee: hier

  • Mein Kommentar zum BSR-Hof: Niemand will einen Betriebshof in seiner Nachbarschaft haben – aber alle brauchen wir ihn. In Hermsdorf wurde an der Grenze nach Frohnau vor Jahren einer aufgelöst. Altpapier wird man bei dem Nachfolgeunternehmen von Kaiser’s in der Hohefeldstraße nicht mehr los. Mehr Altpapier-Sammelstellen könnten die Lage entspannen. – Text: Gerd Appenzeller
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    Diesen Text haben wir dem neuen Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Reinickendorf entnommen. Den gibt’s in voller Länge kostenlos unter leute.tagesspiegel.de.
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    Meine Themen im Reinickendorf-Newsletter sind in dieser Woche zum Beispiel diese +++ Wo ist die Badehose? Konkrete Hoffnung im Strandbad Tegel +++ Markthalle Tegel: Kommt das endgültige Aus? Ich war heute Morgen da +++ New York, Riga, Reinickendorf: „Wir, die Marathon-Läufer“ +++ Baustelle Kurt-Schumacher-Platz dauert länger als gedacht +++ Radwege: Die konkrete Bauliste für unseren Bezirk, Straße für Straße +++ Heute, 13 Uhr: „Zulaikha hat ein Visum!“ Die beiden Pfarrer Claudia und Hans-Georg Filker melden ein glückliches Ende +++ Kiez-Nachrichten, Leserbriefe und Tipps wie diesen: „Mit dem Postboten durch Heiligensee“ +++ Bürgermeister: „Äußern uns nicht zum Mietendeckel“ +++ Den Reinickendorf-Newsletter gibt es hier: leute.tagesspiegel.de.
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