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Wer hilft in der Krise`? Die Teebstube Frohnau

Veröffentlicht am 18.03.2020 von Gerd Appenzeller

Lebensmittel für Alte im Norden Berlins: Wer hilft in der Krise?  Die „Teestube Frohnau“, die von der Evangelischen Jugend des Ortes betrieben wird, bietet älteren und durch Krankheit oder Behinderung nur eingeschränkt aktionsfähigen Mitbürgern während der Corona-Krise einen Lieferservice an. Jonas Gebauer hat mir dazu mitgeteilt: „Wir kaufen für die Betroffenen ein, erledigen Besorgungen und liefern anschließend alles nach Hause. Sie informieren uns bis 12 Uhr, was Sie benötigen und wir liefern Ihnen die Sachen anschließend bis 18 Uhr nach Hause. Frei Haus und ohne Kosten für Sie.

Der Service beschränkt sich auf Frohnau, einschließlich der Invalidensiedlung. Getragen wird das Vorhaben von einer Gruppe Jugendlicher der Teestube Frohnau, die gerne Projekte zusammen durchführt und Menschen unterstützen möchte. Allen sei die Ansteckungsgefahr des Corona Virus bewusst. Deshalb würden alle bei der Lieferung auf höchste Hygiene Standards achten und den persönlichen Kontakt auf ein Minimum beschränken. Deswegen gibt es diesen besonderen Ablauf der Bestellung:

  • „Sie informieren uns bis 12 Uhr, entweder per Telefon (01577 3047430) oder per Email an: lieferung@teestube-frohnau.de. Dazu benötigen wir ihre Adresse, ihren Namen und eine Rückrufnummer.
  • Wir besorgen anschließend die bestellten Produkte und packen diese in kleine Tüten. Anschließend beginnt die Auslieferung.
  • Die Lieferung erfolgt in einzelnen Tüten, die wir Ihnen vor die Tür stellen. An der Tüte befindet sich die Rechnung mit den Kosten der gelieferten Artikel. Sie nehmen die Tüte mit der Rechnung zu sich herein.
  • Anschließend bitten wir sie um die Bezahlung der Rechnung. Für unsere und Ihre Sicherheit bitten wir darum, die Gesamtsumme der Rechnung in einen Briefumschlag zu packen. Diesen nimmt der Bote dann anschließend mit.
  • Durch diesen speziellen Ablauf verhindern wir die Ausbreitung des Virus. Die Lieferung erfolgt bis ca. 18 Uhr, noch am Tag der Bestellung“

Und noch ein gutes Hilfsprojekt: Das ist eine Initiative der politischen Jugendorganisationen Junge Union und Junge Liberale. Auf Vorschlag der JU hat sich im Bezirk Reinickendorf eine parteiübergreifende „Einkaufshelfer“-Initiative gegründet. Ziel der Initiative, der neben der Jungen Union Reinickendorf auch die Jungen Liberalen Nordberlin angehören, ist es, die Versorgung von Risikogruppen im Rahmen der Corona-Krise zu unterstützen.

Die Kontaktaufnahme für die Erledigung der Einkäufe soll ab sofort und zunächst über info@ju-reinickendorf.de oder info@julis-nordberlin.de erfolgen. Nachdem die E-Mail bei der Geschäftsstelle der Jungen Union bzw. der Jungen Liberalen eingegangen ist, wird sie an einen der freiwilligen Unterstützer der Initiative verteilt, der sich dann um die Besorgungen kümmert. Die Initiative will sich um Einkäufe kümmern, die innerhalb des Bezirks Reinickendorf benötigt werden. Wichtig ist, dass die Absender E-Mail Kontaktdaten erhält, damit etwaige Rückfragen geklärt werden können.

Die Junge Union Reinickendorf weist außerdem darauf hin, dass sich Reinickendorfer, die die „Einkaufshelfer-Initiative“ unterstützen möchten, ebenfalls an info@ju-reinickendorf.de wenden können, um sich für die Verteilung der Aufgaben anzumelden. – Text: Gerd Appenzeller
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