Namen & Neues

Heiligenseer mögen den Berlkönig nicht

Veröffentlicht am 20.05.2020 von Gerd Appenzeller

Flop am Stadtrand. Aus keinem Wohngebiet im Bezirk gibt es so viele Reklamationen über unzuverlässige Busverbindungen wie aus Heiligensee. Da erschien es schon fast wie ein cleverer Schachzug der BVG, vom Ortskern Tegel aus eine spezielle Variante des Berlkönigs einzusetzen.

Seit dem 4. Mai 2020 ist der Flitzer nun unterwegs – aber die BVG stellt betrübt fest, dass niemand ihn nutzt. Das aber bedeutet, dass das zusätzliche Mobilitätsangebot irgendwann auch wieder eingestellt wird.

Mit zwei Kleinbussen, einer davon elektrisch betrieben, ist der Rufbus montags bis freitags von 5:30 Uhr bis 21:00 Uhr zwischen dem U-Bahnhof Alt- Tegel und Heiligensee unterwegs. Gebucht werden die Fahrten mit dem BerlKönig BC bequem per App. Fahrgäste, die ihre Fahrt gebucht haben, werden in Heiligensee an virtuellen Haltepunkten nahe dem gewünschten Startort abgeholt oder abgesetzt. Der U-Bahnhof Alt-Tegel als Ziel (bzw. Start in Gegenrichtung) ist hingegen fest definiert. Gefahren werden die BerlKönig-BC-Kleinbusse von der Taxiinnung Berlin. Die Mitnahme von Rollstühlen ist möglich. Es gilt der VBB-Tarif B. Fahrgäste benötigen somit für die Nutzung des Rufbusses einen gültigen Fahrausweis des Tarifbereichs B, Kurzstreckentarif gilt hierbei nicht. Zusätzlich fällt ein Buchungszuschlag von 0,50 Euro pro Fahrt an, der mit Kreditkarte oder PayPal bargeldlos bezahlt werden kann.

Frage an Sie: Gibt es bei diesem Angebot einen Pferdefuß, der die Nutzung uninteressant macht? Wenn ja, schicken Sie mir eine Mail an gerd.appenzeller@tagesspiegel.de. Ich werde jeden Einwand mit Petra Nelken, der Sprecherin der BVG, abklären. – Text: Gerd Appenzeller
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