Namen & Neues
Märkisches Viertel wird Forschungsgegenstand
Veröffentlicht am 03.06.2020 von Gerd Appenzeller

Märkisches Viertel wird Forschungsgegenstand. Großsiedlungen wie das Märkische Viertel können aufregende Kieze sein, denn hier kommen Menschen aus verschiedensten Schichten und Ethnien zusammen. Sie können Musterbeispiele für Integration werden, aber auch soziale Ballungsräume, Problemgegenden. Wie erfolgreich städtische Politik ist, wo sie scheitert, kann die Sozialwissenschaft an den Entwicklungen in solchen Stadtteilen studieren, damit im Idealfall künftig Fehler vermieden werden, oder auch andernortes das angewandt wird, was sich als erfolgreich erwiesen hat.
In Reinickendorf ist am 1. April ein Forschungsprojekt zum Zusammenleben und zur Integration besonders benachteiligter Menschen an den Start gegangen. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt mit dem unmerkbaren Kurznamen „StraInQ“, das steht für „Strategien und Instrumente des sozialen Zusammenlebens im Quartier zur Integration besonders benachteiligter Bevölkerungsgruppen“) hat, wie es in einer offiziellen Mitteilung heißt, „zum Ziel, Handlungsempfehlungen für ein sozial-ökologisch nachhaltiges und kultursensibles Zusammenleben zwischen alten und neu hinzugezogenen Bewohnerinnen und Bewohnern im Märkischen Viertel beispielhaft zu entwickeln“.
Verantwortlich für das Projekt ist Heidi Sinning, Leiterin des Forschungsverbunds und des Instituts für Stadtforschung, Planung und Kommunikation (ISP) der Fachhochschule Erfurt. Beteiligt sind Johannes Glöckner, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ISP, das Bezirksamt Reinickendorf, das Wohnungsbauunternehmen GESOBAU AG, der soziale Träger Aufwind e.V. und das Fachgebiet Stadtsoziologie der HafenCity Universität-Hamburg. Die Laufzeit des Forschungsprojektes geht bis Ende März 2022. Federführend im Reinickendorfer Bezirksamt ist Uwe Brockhausen, der Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Gesundheit und Soziales. – Text: Gerd Appenzeller
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