Namen & Neues

Unser Kurt-Schumacher-Platz soll schöner werden

Veröffentlicht am 17.06.2020 von Gerd Appenzeller

Die einen nennen den Kurt-Schumacher-Platz das Eintrittstor zum Berliner Bezirk Reinickendorf. Die anderen sagen ganz unromantisch, er sei die lauteste Kreuzung zweier Straßen in ganz Deutschland. Beides stimmt, aber das zweite wird sich ändern.

Wenn ab November von Tegel aus nicht mehr geflogen wird, verschwinden auch die Überflüge der landenden Maschinen im Minutenabstand. Dann kann aus dem Kurt-Schumacher-Platz etwas werden. Aber was?

Die Entwicklungen auf dem Flughafengelände mit der Urban Tech Republic, dem neuen Stadtviertel Schumacher Quartier und dem Landschaftspark Tegeler Stadtheide werden das Gesicht des Kurt-Schumacher-Platzes und seines Umfeldes verändern. Der Platz wird zum wichtigen Knotenpunkt alter und neuer Quartiere – bislang ist das eine schwer umtoste Kreuzung, wie dieses Bild von Jürgen Ritter zeigt.

Das Bezirksamt Reinickendorf lässt daher eine „Potenzialstudie Kurt-Schumacher-Platz“ erarbeiten. Dazu werden Anwohnerinnen und Anwohner sowie weitere Nutzerinnen und Nutzer – also Sie alle, liebe Leserinnen und Leser – nach ihren Vorstellungen für die zukünftige Entwicklung und Gestaltung des Platzes und seines Umfelds befragt. Dieser erste Beteiligungsschritt muss wegen Corona-bedingter Einschränkungen online erfolgen. Von heute an, vom 17. Juni bis zum 5. Juli, werden Meinungen, Hinweise und Kritiken zur Zukunft des Kurt-Schumacher-Platzes unter diesem Link gesammelt: www.mein.berlin.de/projects/potenzialstudie-kurt-schumacher-platz. Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU), versprach: „Ihre Hinweise werden in die ersten Überlegungen für die künftige Entwicklung und Gestaltung des Platzes einfließen.“ Mehr Informationen zum Fördergebiet Umfeld TXL unter diesem Link – Infos und Kontakt: Rathaus

Es gibt schon Ideen – seit acht Jahren. Im Jahre 2012 hat der Tagesspiegel unter dem Titel „Platz da!“ Ideen zur Neugestaltung Berliner Plätze gesammelt. Wir baten renommierte Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, ein Bild der Zukunft zu entwerfen. Und natürlich war der Kurt-Schumacher-Platz dabei. Wollen Sie sich noch einmal anschauen, was der Tagesspiegel dazu Ende Mai 2012 veröffentlicht hat? Ich finde, viele Ideen sind auch heute noch gut. Hier sind die Links dazu.

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Dieser Text stammt aus dem Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Reinickendorf. Die Tagesspiegel-Newsletter für alle 12 Berliner Bezirke (mit schon 215.000 Abos) gibt es kostenlos und in voller Länge unter leute.tagesspiegel.de.
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