Namen & Neues

Schutzhelme vom Ordnungsamt bleiben im Kofferraum

Veröffentlicht am 14.08.2024 von Valentin Petri

Ordnungshüter im Fuchsbezirk dürfen ab Ende des letzten Jahres behelmt auf die Straßen gehen. Ordnungsstadträtin Julia Schrod-Thiel (CDU) hat im Herbst 20 Hauben (800 Euro pro Stück) anschaffen lassen, erklärtermaßen, um die Mitarbeitenden im Außendienst besser vor den zunehmenden Angriffen und bei gefährlichen Einsätzen zu schützen (NL vom 20.12.2023).

Die etwa 60 Dienstkräfte sind schichtweise im Bezirk unterwegs, notieren Falschparker und -fahrer, nehmen Lärmbeschwerden und illegale Müllablagerungen auf, kontrollieren zum Beispiel aber auch die Einhaltung des Jugendschutzes in Gastronomien und Bars.

Das Bezirksamt sieht sich mit der neuen Ausrüstung bundesweit als Vorreiter. Seit Dezember sollen die Helme immer griffbereit im Kofferraum der ordnungsamtlichen Streifenfahrzeuge liegen. Bisher haben die Hauben offenbar auch kein Tageslicht gesehen.

„Die Helme wurden bei Einsätzen mit Gefahrenpotenzial (zum Beispiel bei drohendem Abgang von Dachziegeln oder gebrochenen Ästen, also bei Gefahrenstellen) mitgeführt, mussten aber nicht vor Ort aufgesetzt werden, teilt Schrod-Thiel auf Nachfrage mit. Eine genaue Statistik darüber werde allerdings nicht geführt.

Weshalb sich noch keine Gelegenheit ergeben hat, die Schutzhauben zu tragen, ließ die Stadträtin offen. Bei der Pressekonferenz im Dezember hatte Schrod-Thiel die Helmanschaffung unter anderem damit begründet, weil es im Jahr 2023 rechnerisch pro Monat einen Angriff auf die Außendienstkräfte gegeben habe.

Wenn solche Vorfälle und Gefahrensituationen in diesem Jahr bisher ausgeblieben sind, ist das für die Mitarbeitenden sicher erfreulich. Schon das „physische Vorhandensein“ der Hauben wirke sich aus, erläutert die Stadträtin, zum Beispiel auf die Einsatzbereitschaft der Dienstkräfte.

Die Bilanz der obersten Ordnungshüterin fällt deshalb positiv aus. „Unsere Mitarbeitenden sind so auch schon präventiv gegen viele mögliche Gefahren aufgestellt und können Aufgaben auch mit diesem Gefahrenpotenzial übernehmen, was ohne Ausrüstung ausgeschlossen wäre.“