Sport

Veröffentlicht am 11.11.2020 von Gerd Appenzeller

„Deutschlands fairster Amateurfußballer kommt aus Berlin.“ Das schreiben nicht wir, sondern der Deutsche Fußball-Bund, kurz DFB. Und zwar ganz offiziell. Und der Clou: Dieser fairste Amateurfußballer kommt nicht nur aus Berlin, sondern aus Reinickendorf – und zwar vom Elchdamm aus Heiligensee. Dort befinden sich die Sportplätze des Landesligisten Nordberliner SC um Vorstand Andreas Hallmann.

550 Sportler hat der Klub aus Heiligensee, einer von ihnen ist Stürmer Danny Teichfischer. „Als der gegnerische Torwart verletzt zu Boden ging, ließ der Stürmer des Landesligisten Nordberliner SC die „hundertprozentige“ Torchance ungenutzt und schoss den Ball stattdessen ins Seitenaus“, schreibt der DFB in seiner offiziellen Begründung zu den Preisträgern des Jahres 2020. „Der DFB zeichnet Teichfischer dafür mit der Fair-Play-Medaille als fairsten Amateur des Jahres 2020 aus.“ Nach Saisonende – wann auch immer das sein mag . küren die 21 Landesverbände unter den zuvor ausgesuchten zwölf Monatssiegern jeweils ihren Jahressieger, die dann die Nominierten für den Wettbewerb auf Bundesebene ergeben. Hier ein Videointerview bei Spreekick.

Der Nordberliner SC hat letztes Jahr sein 100-Jähriges gefeiert. Der Klub entstand vor knapp 20 Jahren aus der Fusion des SC Tegel und des SC Heiligensee. In seiner Klubhistorie erinnert der Verein an viele Talente, die später im großen Fußballgeschäft landeten, zum Beispiel Torwart Richard Golz (über 450 Bundesligaspiele für den HSV, Freiburg, Hannover) oder Oliver Schröder (über 150 Spiele für Hertha BSC, VfL Bochum, Köln). Wer sein Kind dort trainieren lassen möchte: Hier die Kontaktseite des Vereins – nordberliner-sc.de

Als der Klub Deutscher Meister wurde. Der Verein hat eine große Geschichte: Am 30. Juni 1962 wurde der SC Tegel (der später im Nordberliner SC aufging) deutscher Amateurmeister der Fußballer. Sie schlugen im Stadion am Zoo in Wuppertal den Favoriten Tura Bonn mit 1:0. 12.000 Zuschauer sahen den Berliner Triumph: „Ich erinnere mich.“ – Text: André Görke
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Dieser Text stammt aus dem neuen Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Reinickendorf.
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