Kiezgespräch

Veröffentlicht am 30.01.2019 von Gerd Appenzeller

Information zum Selbstschutz vor Regenwasserschäden. Nach den Starkregenfällen des Sommers 2017 hat die Senatsverwaltung die Sorgen vieler vom anschließenden Hochwasser Betroffenen ziemlich kühl abgewettert, ganz nach der Devise: Wenn Sie nasse Füße haben, ist der Senat nicht schuld. Vor allem zieht sich die Politik darauf zurück, dass vom steigenden Wasserspiegel betroffen nur ist, wer entweder dort gebaut hat, wo man nicht bauen darf, oder nicht auf die Karte mit den ausgewiesenen Überschwemmungsgebieten geschaut hat. Die Bezirksverwaltung sah sich auch nicht in der Pflicht, aber sie verweist nun immerhin auf Broschüren und Informationen zum Selbstschutz, die die Landesregierung herausgegeben hat. Das betrifft vor allem die Eigentümer in den zuletzt von Starkregen betroffenen Gebieten – insbesondere in den Ortsteilen Frohnau, Heiligensee und auf den Mäckeritzwiesen. Da es auch künftig nicht auszuschließen ist, dass sich derartige Ereignisse wiederholen werden, verweist der Bezirk auf den Internetauftritt der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (zu finden unter berlin.de).

Dort sind verschiedene Publikationen zu Themen wie „Wie schütze ich mein Haus vor Grundwasser?“, „Neuer Umgang mit Niederschlagswasser in Berlin“ oder ein Hinweisblatt zur Versickerung von Niederschlagswasser zu finden. Weiter heißt es in der Mitteilung des Bezirksamtes wörtlich: „Eigentümer und Eigentümerinnen tragen bezogen auf ihr Grundstück und die darauf enthaltenen baulichen Anlagen eine Eigenverantwortung. Geeignete Maßnahmen zum Schutz von baulichen Anlagen müssen daher privatrechtlich getroffen werden und können durch die Heranziehung eines Architekten bzw. Bausachverständigen geplant und umgesetzt werden. Gutachterliche Aussagen hinsichtlich erforderlicher Maßnahmen obliegen nicht der öffentlichen Bauverwaltung. Diesbezügliche Nachfragen sind zu richten an: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Abteilung II B, Am Köllnischen Park 3 in 10179 Berlin, Telefon 030-9025-0.“