Kiezgespräch

Veröffentlicht am 25.09.2019 von Gerd Appenzeller

Ein Bezirk sucht einen schönen Marktplatz – Berlin-Lübars hat ihn! Auf der Suche nach einem Marktplatz für regionale Obst- und Gemüseprodukte sind Leserinnen und Leser des Reinickendorf-Newsletters fündig geworden: Sie nannten den Kräuterhof Lübars, direkt am Ausgang des Dorfangers auf der rechten Seite, Richtung Blankenfelder Chaussee gelegen. Ich bin hingefahren und habe eingekauft – und kann den Kräuterhof wirklich empfehlen. Hier zeige ich Ihnen ein Foto.

Geöffnet ist der Laden von Montag bis Donnerstag von 10 bis 15 Uhr und am Freitag von 10 bis 12:30 Uhr. Geerntet wird von einem zwei Hektar großen Gelände, getragen wird der Kräuterhof von den Berliner Werkstätten für Behinderte, BWB. Gruppenleiterin Claudia Lutz erzählte mir, dass dort Menschen mit Behinderungen arbeiten, sie sind zwischen 17 und 55 Jahre alt. Der Laden ist ganzjährig geöffnet. Warum nicht am Wochenende? Weil die Menschen, die dort arbeiten, auch mal frei haben müssen, so einfach ist das, große Gewinne wirft das Unternehmen nicht ab. Die Organisatoren sehen sich in der Verpflichtung, für behinderte Mitmenschen eine berufliche Bildung im landwirtschaftlichen Bereich anzubieten, vom Gemüse- und Kräuteranbau bis zur Floristik

Angebaut wird Obst und Gemüse nach biologischen Richtlinien, zu kaufen gibt es, was der Boden je nach Jahreszeit hergibt. Bei meinem Besuch fand ich sehr schöne Hokaido- und andere Kürbissorten, verschiedene Kohlvarianten, Salate, Radieschen, Tomaten, Zucchini, Kartoffeln und mehrere Zwiebelsorten. Auch Marmeladen, Säfte und Teekräuter gibt es. Das Angebot wird in der kühlen Jahreszeit naturbedingt dünner, irgendwann gibt es nur noch Zwiebeln und Kartoffeln, davon aber mehrere Sorten (siehe auch „Kiezkamera“ etwas weiter oben im Newsletter).

Lübars ist von Waidmannslust aus gut mit dem Bus zu erreichen, man kann auch über das Fließtal mit dem Rad kommen, oder eben mit dem Auto über den Zabel-Krüger-Damm. Den empfehle ich für Radfahrer ausdrücklich nicht, im Gegenteil, ich warne davor. – Text: Gerd Appenzeller
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Diesen Text haben wir dem Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Reinickendorf entnommen. Den gibt’s in voller Länge und kostenlos unter leute.tagesspiegel.de.
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