Appenzellers Tipp für Sie

Veröffentlicht am 09.09.2020

Mal vorbeischauen bei der „Dicken Marie“. Das Humboldt-Schloss in Berlin-Tegel kann man nicht besichtigen, es ist Privatbesitz und wird auch bewohnt, aber den Garten und den umgebenden Welt darf man unter sachkundiger Führung erkunden. Am Sonntag, 13. September, ergibt sich von 11 bis 13 Uhr eine Möglichkeit dazu. Die Stiftung Naturschutz Berlin organisiert eine Exkursion unter dem Titel „Humboldts Berlin“. Sie wissen nicht, wie das Humboldt-Schloss aussieht? Hier ist eine Luftaufnahme.

Was man zur Geschichte wissen sollte: Marie Elisabeth von Humboldt, verwitwete Colomb, brachte das 1558 in Tegel erbaute Renaissance-Herrenhaus in ihre Ehe mit dem Kammerherren Alexander Georg von Humboldt ein. Die beiden Söhne Wilhelm und Alexander wuchsen hier auf. Der große Naturforscher und Weltreisende Alexander, geboren am 14. September 1769, zählt auch heute noch zu den bekanntesten Deutschen weltweit. Den Eltern war die sorgfältige wissenschaftliche Ausbildung ihrer Söhne ein besonderes Anliegen. Vor allem Marie Elisabeth brachte jedes Opfer, um die beiden exzellent unterrichten zu lassen.

1820 wurde Karl Friedrich Schinkel mit dem Umbau des Herrenhauses zu seiner heutigen Form beauftragt. Im Schlosspark befinden sich zudem die von Schinkel gestaltete Familiengrabstätte, die Grabstätte des Erziehers Christian Kunth, eine 1792 angelegte Allee mit 146 Winterlinden sowie die „Dicke Marie“. Dabei handelt es sich um Berlins ältesten Baum, eine gewaltige Stieleiche, die nach der wohlbeleibten Köchin der Humboldts benannt wurde – hier zeige ich Ihnen ein Foto von dem Baum.

Die Leitung der Führung – sie ist kostenfrei – hat Gunter Martin, Treffpunkt ist vor dem Kaufhaus C & A am U-Bahnhof Alt Tegel. – Text: Gerd Appenzeller

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