Nachbarschaft

Veröffentlicht am 08.01.2020 von Markus Hesselmann

Ihr Anliegen, ihre Forderung, ihr Netzwerk. Matthias Eigenbrodt (links) und Tobias Büchner von der Bürgerinitiative Zabel-Krüger-Damm in Berlin-Reinickendorf.

Die Verkehrssituation auf dem Zabel-Krüger-Damm ist in den vergangenen drei Jahren immer wieder auch Tagesspiegel-Thema im Reinickendorf-Newsletter gewesen. Der ZKD liegt in einem Straßenzug mit dem Waidmannluster Damm, und der ist spätestens von der Einmündung der Dianastraße Richtung Osten bis zur B 96 für Radfahrer genauso eine Zumutung. Eine Entflechtung von Auto-, Rad und Fußgängerverkehr ist – zugegeben – auf dieser Straße schwierig, und kaum lösbar, ohne dass auch andere Verkehrswege eingebunden werden. Aber nichts zu tun, und zu hoffen, dass schon nichts passieren wird, ist eben auch keine Alternative.

Es ist kein Wunder, dass sich jetzt nach der Initiative Waidmannslust auch eine Bürgerinitiative gegen die zunehmende Verkehrsbelastung am Zabel-Krüger-Damm wehrt, unter anderem mit einer Online-Petition. Getragen wird die Initiative von Matthias Eigenbrodt und Tobias Büttner. Matthias Eigenbrodt (53) ist Zahnarzt, er wohnt seit neun Jahren in einer Seitenstraße am ZKD. Er sagt: „Als täglicher Fahrradfahrer auf dem Zabel-Krüger-Damm fühle ich mich zunehmend bedrängt. Der Autoverkehr nimmt zu, der Platz wird immer kleiner.“ Tobias Büchner, 40 Jahre alt, ist Kameramann, er wohnt seit zehn Jahren am ZKD, zunächst in einer Seitenstraße, jetzt am ZKD. Und so schildert er die Situation: „Es ist oft kaum möglich, den Zabel-Krüger-Damm sicher zu überqueren, gerade wenn ich mit meinem Sohn auf dem Weg zur Schule bin. Wir brauchen mehr Tempo 30, Radwege und Fußgängerüberwege, damit Fußgänger und Radfahrer sicher sind. Hinzu kommt der zunehmende Verkehrslärm. Es fehlt generell an einer neuen Ost-West-Verbindung, 30 Jahre nach Mauerfall.“

Die Ziele ihrer Bürgerinitiative definieren Eigenbrodt und Büchner so: „Wir fordern Maßnahmen zur Verlangsamung und Verminderung des Verkehrs am Zabel-Krüger-Damm in Lübars und Waidmannslust sowie zur Verringerung der Gefahren für Fußgänger und Radfahrer. Die jetzige Situation ist geprägt durch ein hohes Verkehrsaufkommen und zu hohe Geschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmer. Hierdurch wird es sehr gefährlich für kreuzende Fußgänger, besonders für Schulkinder und ältere Menschen. Fahrradfahrer, welche auf dem Zabel-Krüger-Damm fahren wollen, meiden diese Straße, da die Überholmanöver der vorbeifahrenden Autos in der sehr engen Straße gefährlich sind. Des Weiteren ist der Lautstärkepegel besonders in den Sommermonaten durch Autos, LKW und Motorradfahrer enorm hoch. Wir fordern:

  • einen durchgehenden Tempo-30-Bereich von Alt-Lübars, Zabel-Krüger-Damm und Waidmannsluster Damm,
  • einen Fahrradschutzstreifen auf dem Zabel-Krüger-Damm
  • mehr Fußgängerampeln oder Zebra-Streifen
  • regelmäßige Geschwindigkeits- und Lärmkontrollen
  • ein zukunftsweisendes Verkehrskonzept für die Ost-West-Verbindung in Waidmannslust und Lübars

Anwohner und Betroffene können unsere Petition unterstützen: openpetition.de/izkd. Weitere Infos gibt es unter izkd.jimdofree.com auch auf unserer Website.“ – Text: Gerd Appenzeller

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Dieser Text ist zuerst erschienen im aktuellen Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Reinickendorf. Den gibt es in voller Länge und kostenlos unter leute.tagesspiegel.de.

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