Nachbarschaft

Veröffentlicht am 28.04.2021 von Gerd Appenzeller

Die Tegel Projekt GmbH, das landeseigene Unternehmen, unter dessen Federführung die Nachnutzung des früheren Flughafengeländes in Tegel, erfolgt, hat jetzt eine Doppelspitze: Dem langjährigen Geschäftsführer Philipp Bouteiller tritt zum 1. Mai die Architektin Gudrun Sack an die Seite.

Sie wird die Bereiche Planung & Entwicklung sowie das Baumanagement verantworten. Damit ist jenes Unternehmen besser für künftige Aufgaben gerüstet, dessen Erfolg für die wirtschaftliche Zukunft des Bezirks Reinickendorf von ganz entscheidender Bedeutung ist. Denn ob hier, wie geplant, zukunftsträchtige Arbeitsplätze entstehen; ob die Beuth-Hochschule mit mehreren tausend Studierenden und Lehrenden möglichst bald in das alte Terminal A einziehen kann; ob das ehrgeizige, ökologisch ausgerichtete Wohnungsbauprogramm im Ostteil des Flughafengeländes voran kommt – all das hängt auch davon ab, ob die Tegel Projekt GmbH effizient arbeitet. Im unternehmerischen Management hat Philipp Bouteiller seine Kompetenz bewiesen. Nun aber wird es ohne eine erfahrene Architektin und Planerin nicht gehen.

Gudrun Sack, Jahrgang 1966, geboren in Regensburg, zweifache Mutter, hat von 1986 bis 1992 an der TU Berlin und der Hochschule für angewandte Kunst in Wien studiert. Zwischen 1992 und 1996 arbeitete sie in London im Büro des weltberühmten Architekten Norman Foster, der in Berlin unter anderem den Umbau des Reichstagsgebäudes verantwortete. Daran anschließend trat sie als Partnerin in das Berliner Architekturbüro „Nägeliarchitekten“ ein. Zu ihrer Berufung als Co-Geschäftsführerin – der Aufsichtsrat hatte die Entscheidung im März gefällt – sagte sie, sie sehe es „als eine wichtige Herausforderung an, regionale Wirtschaftskreisläufe zu fördern und die Klimaziele Berlins zügig umzusetzen“.

Und Philipp Bouteiller, ihr künftiger Partner in der Geschäftsführung, bringt die Aufgabe so auf den Punkt: „Wenn wir im August das Areal des ehemaligen Flughafens Tegel übernehmen, geht eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas in die Umsetzung. Von Gudrun Sacks Kenntnissen und Erfahrungen … beim Holzbau … werden wir zweifelsohne profitieren“.

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Dieser Text von Gerd Appenzeller schien zuerst im Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Reinickendorf. Über 245.000 Abos haben unsere Bezirksnewsletter schon. Suchen Sie sich Ihren Bezirk aus – jetzt hier: leute.tagesspiegel.de