Intro

von André Görke

Veröffentlicht am 12.12.2017

Lust auf einen Ausflug? Dann folgen Sie uns unauffällig: Es geht nach Wustermark, kurz hinterm B5-Center rechts, da liegt die „Hertha“ im Industriehafen. Der Kahn (Foto) ist das Gründungsschiff von Hertha BSC und dümpelt hinter der Stadtgrenze rum. Grund: fehlende Papiere für Berlin. Am Donnerstag, 14. Dezember, darf der berühmte Kahn nun in die Heimat zurück. Am Steuer stehen – tata! – zwei Spandauer: Hendrik Jürgensen und Dominic Seidel, 29, Chefs der „Reederei Lüdicke“ aus der Altstadt (die mit der „MS Heiterkeit“). „Die Hertha ist träge, ein altes Schiff“, erzählt Seidel am Telefon, „wir wollen es an einem Tag bis zum Treptower Hafen schaffen.“ Da wird sie in Berlin festmachen. Um 7.30 Uhr geht’s los. Hier die Route: „Wir fahren mit der Hertha von Wustermark durch den Havelkanal, vorbei an Ketzin, den Sacrow-Paretzer Kanal, durch die Glienicker Brücke, am Vormittag sind wir im Teltowkanal und fahren bis Treptow.“

Schöne Tour, aber Pipifax gegen das hier. Jürgensen und Seidel haben neulich ihr neues Ausflugsschiff für die Saison 2018 nach Spandau geholt („unser drittes Boot neben MS Heiterkeit und MS Angela„) – aus Schweinfurt. Fahrzeit bis zur Altstadt: „2 Wochen“. Uff.

Das letzte Geheimnis. Der Name des dritten Schiffs lautet übrigens „MS W…“  – aber halt, das bleibt bis Ostern geheim. Dann ist hübsche Schiffstaufe, vermutlich mit Bürgermeister Helmut Kleebank, SPD. Leinen los.

André Görke ist stellvertretender Berlin-Chef beim Tagesspiegel und aufgewachsen in Spandau. Tipps, Termine, Weihnachtspost: spandau@tagesspiegel.de

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