Intro

von André Görke

Veröffentlicht am 03.07.2018

diese Forderung betrifft alle 30 Grundschulen: „Spandau soll ‚Kiss&Go-Areas‘ vor jeder Grundschule einrichten.“ Die Idee stammt von Christian Haß, SPD, und Lars Leschewitz, Linke. Der Antrag wird am Mittwoch in die BVV eingebracht (17 Uhr, Rathaus). „Es werden Rettungswege versperrt, Fußwege zugeparkt, der Verkehr in Sackgassen zum Erliegen gebracht“, schreiben die Fraktionschefs. „Es ist daher notwendig, ‚Kiss&Go-Areas‘ einzurichten, damit die Eltern in Haltebuchten halten und die Kinder absetzen können, um anschließend sofort weiter zu fahren.“ Betonung: sofort. – Quelle: Antrag Nr. 0862

Und was sagt Spandaus Polizei? Das Papier von SPD und Linke haben wir prompt Andreas Kirsten vorgelesen – er ist Chef des Polizeiabschnitts in der Moritzstraße und damit oberster Polizist für Altstadt, Hakenfelde, Falkenhagener Feld. „Ich bin selbst Vater, habe zwei Kinder zur Schule gebracht, aber nicht mit dem Auto“, erzählt Kirsten dem Spandau-Newsletter. „Die Kinder konnten so wichtige Erfahrungen im Straßenverkehr machen. Sie lernten, Gefahren zu erkennen, die sie als Kind auf dem Rücksitz eines Autos nicht machen könnten.“ Aber: „Ich bin nicht grundsätzlich dagegen. Wenn der gesellschaftliche Wandel eine ‚Kiss&Go-Area‘ für sinnvoll hält, müssen wir darüber diskutieren.“

Wie ist denn Ihre Meinung? Spandau@tagesspiegel.de

André Görke ist stellvertretender Berlin-Chef beim Tagesspiegel und groß geworden in Spandau. Tipps, Termine und Urlaubsgrüße an die Verwandtschaft zuhause in Spandau (schöne Ferien!): spandau@tagesspiegel.de

Anzeige