Kiezkamera

Veröffentlicht am 20.11.2018 von André Görke

„Wegen Instandsetzungsarbeiten geschlossen“. Diesen Zugang kennt jeder in Spandau: Im Bild zu sehen sind die einstigen Laufbänder hinab zum U-Bahnhof vor dem Rathaus Spandau. Inbetriebnahme: Oktober 1984. Schrott: seit 2006. Weil die Laufbänder murks waren (keine Ersatzteile, üble Rutschgefahr bei Glätte), wurde stattdessen Asphalt ausgekippt. Im Herbst 2018 wurde auch dieser provisorische Zugang gesperrt. Und was lesen wir auf dem BVG-Schild? „Instandsetzung bis 30. November 2020.“

Wird die alten Rolltreppe etwa erneuert? Nein, falsche Formulierung, hören wir aus der BVG-Zentrale. Dem Spandau-Newsletter schrieben die Bauplaner der BVG jetzt: „Die Fahrsteige sind seit 2006 außer Betrieb und provisorisch mit einem Asphalt belegt worden.“ Grund: „Die Laufbänder erfüllten mit einer Neigung von 12 % nicht mehr die technischen Anforderungen sowie die Anforderungen an die Barrierefreiheit der Fahrgäste. Der Asphalt wurde als Rutschschutz für eine provisorische Weiternutzung aufgebracht.“ Jetzt ist aber auch diese Konstruktion hinüber („Wasserschäden, Rostschäden“). Eine Instandsetzung ist nicht geplant, sondern: „Eine neue Aufzugsanlage an selber Stelle. Dieses Vorhaben ist derzeit in Planung und wird voraussichtlich im vierten Quartal 2020 fertig gestellt.“ Auch die Treppen auf der gegenüberliegenden Seite zur Fußgängerzone werden abgerissen. Allerdings wird der Rathausvorplatz in den nächsten Jahren neu gestaltet – kann sein, dass das alles in einem Rutsch erledigt wird. Foto: André Görke

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