Kiezkamera
Veröffentlicht am 16.04.2019 von Robert Klages
Spandau, du Schildkröte. Na, erkennen Sie’s? Lustig, oder? Spandaus Altstadt sieht aus wie eine Schildkröte. Darauf hatten wir die Kollegin vom „Tagesspiegel Checkpoint“ via Twitter hingewiesen, als ihr aufgefallen war, dass der Berliner S-Bahnring die Form eines Hundekopfes hat (auch kein Witz, hier der Fotobeweis). Aber wem ist das mit Spandau und der Schildkröten-Form zuerst aufgefallen? Ich, André Görke, war’s nicht – ich hab’s von Patrick Sellerie gehört. Der ist Chef der Wirtschaftsförderung im Rathaus Spandau, 44 Jahre alt, echter Spandauer („aufgewachsen in der Georg-Ramin-Siedlung, habe die Freiherr-vom-Stein besucht, dann die Wolfgang-Borchert-Schule“). Doch der winkt ab: „Ich würde mir ja gern diese lustige Erfindung auf die Fahnen schreiben“, sagt Sellerie, „aber die Schildkröte ist nicht von mir.“ Aber er hat einen Tipp: Der Erfinder der Schildkröte war Heinz Tibbe, Architekt des Büros „Planwerk“. Der hat sich 2016 intensiv fürs Rathaus um den städtebaulichen Denkmalschutz der Altstadt gekümmert („Rahmenkonzeption öffentlicher Raum“) und bei einer Sitzung den Schildkröten-Vergleich erstmals genannt. Sellerie erinnert sich: „Der Saal kapierte erst nicht, war dann aber verblüfft.“ Die gelbe Linie auf unserem Foto stellt den Umriss des Planungsauftrags dar. – Foto: André Görke