Kultur

Pogromnacht 1938 in Spandau: Es war einmal ein Bettenhaus in der Altstadt

Veröffentlicht am 02.10.2018 von André Görke

Die Jugendgeschichtswerkstatt um Uwe Hofschläger arbeitet mit der Martin-Buber-Oberschule im Falkenhagener Feld an einer Ausstellung zur Pogromnacht 1938 in Spandau. Die jährt sich am 9. November zum 80. Mal – es war jene Nacht, in der die Synagogen brannten, jüdische Geschäfte zerstört und Juden misshandelt und ins KZ gesteckt wurden. In Spandau wurde die Synagoge am Lindenufer angezündet, Juden wurden auf den Straßen des Bezirks verprügelt. Eines der Angriffsziele: das Bettenhaus der jüdischen Familie um Franziska Schwersenzer in der Breite Straße 48. Nach Angaben der Jugendgeschichtswerkstatt starb Schwersenzer 1940 in Spandau. Das Geschäft wurde nach der Pogromnacht geschlossen. Die Jugendlichen suchen Infos: „Erinnerungsberichte, die vielleicht noch in den Familien existieren, Fotos von der Synagoge, dem jüdischen Friedhof an der Neuen Bergstraße sowie von jüdischen Geschäften aus den 20er und 30er Jahren.“ Kontakt: hier