Kultur

Spandau im Kalten Krieg: Zitadelle zeigt neue Ausstellung

Veröffentlicht am 08.01.2019 von André Görke

Die ersten Kulturhöhepunkte für die Zitadelle 2019 hat uns Museumschefin Urte Evert letztes Mal im Spandau-Newsletter verraten – u.a. soll die Hakenkreuz-Kirchenglocke aus Hakenfelde dort ausgestellt werden. Doch das ist nicht alles. Ab Mai ist neben dem Lenin-Kopf eine neue Schau geplant „mit Objekten, Bildern und persönlichen Geschichten“ zum Thema „Spandau in der Zeit des Kalten Krieges“, erzählt Evert dem Spandau-Newsletter. Offizieller Titel: „Spandauer Ost-Berlin-Geschichten am sozialistischen Denkmal“. „Wir hoffen, dass die Ausstellung weitere Spandauer und Spandauerinnen anregen wird, uns von ihren ähnlichen oder auch ganz anderen Erfahrungen mit Passierscheinstelle, Ost-Flüchtlingen, Stasi & Co zu berichten“, erzählt Evert.

„Nimmt uns Pankow die Thälmann-Stele wieder weg?“ Am 24. Mai ist eine geführte Fahrradtour vom Thälmann-Park (Prenzlauer Berg) zum Platz der Vereinten Nationen (Friedrichshain) geplant – auf ersterem standen einst die Stelen des Thälmann-Denkmals, die jetzt in der Zitadelle lagern (hier ein Foto). Auf dem zweiten stand bis 1991 das Lenin-Denkmal. Dort wird über den neuen Umgang mit Ost-Berliner Denkmälern diskutiert. Museumschefin Evert, herrlich provozierend: „Nimmt uns Pankow die Stelen des Thälmann-Denkmals wieder weg?!“ Außerdem ist Spandau in der Hauptausstellung im Ephraim-Palais mit einem Film über die Ausgrabung des Lenin-Kopfes und seine Verbringung nach Spandau vertreten.

Die große Tagesspiegel-Fotostrecke. Ein launiger Rundgang durch die olle-dolle Festung? Gern. Hier zeigen wir Ihnen unsere Bilder. – Den Spandau-Newsletter komplett und kostenlos bestellen unter https://leute.tagesspiegel.de/

Anzeige