Kultur

Stolpersteine erinnern an misshandelte Kaufhaus-Familie

Veröffentlicht am 21.05.2019 von André Görke

In Siemensstadt werden am Freitag, 24. Mai, „Stolpersteine“ vor dem Haus an der Nonnendammallee 82 verlegt, die an Adolf, Rosalie und Luise Stein erinnern. Die jüdische Familie betrieb dort seit 1912 das „Berliner Kaufhaus Adolf Stein“ und hatte dort auch ihre Wohnung. „Seit 1933 wurde die Familie immer wieder von Nazis überfallen und schikaniert“, heißt es in der Einladung zur Stolperstein-Verlegung von Stadtrat Stephan Machulik, SPD. „In der Pogromnacht 1938 wurden Adolf und sein Sohn Erwin Stein von der Polizei schwer misshandelt. Adolf starb kurz darauf, Erwin konnte noch aus Deutschland fliehen. Rosalie und ihre Tochter wurden nach Theresienstadt deportiert. Nur Rosalie Stein überlebte.“ Die Biografie der Familie haben die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde Siemensstadt mit der Jugendgeschichtswerkstatt erarbeitet. Auszubildende des OSZ Knobelsdorff verlegen die Steine um 14 Uhr; um 17 Uhr gibt es eine kleine Gedenkveranstaltung. Gottesdienst: Sonntag, 26. Mai, 11 Uhr in der Christophoruskirche am Schuckertdamm. – André Görke
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