Kultur

Berlins Techno-Szene tanzt in Haselhorst

Veröffentlicht am 28.07.2020 von André Görke

Berlins Techno-Szene tanzt in Haselhorst. Wegen der Corona-Beschränkungen will der Senat um Klaus Lederer (Linke, Kultur) und Ramona Pop (Grüne, Wirtschaft) Open-Air-Partys möglich machen und sucht dafür Flächen in ganz Berlin. Viele Innenstadt-Bezirke finden das so lala wegen des Lärms und der Schäden in Grünflächen. Ziehen also alle an den Stadtrand? Die Clubkommission hat eine Liste möglicher Standorte inklusive Kapazität erstellt. Die größte Festival-Party-Fläche („1000 Besucher“) wird in Spandau gesehen. Adresse: Am Juliusturm 13. Der Name: „Haselhorst 13“, kurz: H13. Die Brache befindet sich im Industriekiez zwischen BMW-Werk, Bens legendärem Graffiti-Shop und der Spree. Die Wildnis am Fluss steht immer wieder im Techno-Fokus, allerdings auch wegen Lärmbeschwerden – zuletzt kam die Spandauer Polizei vorbei (allerdings nicht zum Tanzen). Hier eine Luftaufnahme.

Es wird laut am Wochenende. „Liebe Freunde unserer wunderschönen Openairfläche“, schreiben die Kulturleute. „Wir möchten alle informieren, dass wir am Freitag, 31. Juli und Samstag, 1. August auf unserem Gelände eine Testveranstaltung stattfinden lassen. Bei dieser Veranstaltung werden schalltechnische Messungen durchgeführt. Hierdurch soll ermittelt werden, unter welchen Voraussetzungen zukünftig Veranstaltung umzusetzen sind.“ Denn: „Aktuell sind nur noch Tagesveranstaltungen erlaubt. Sonntags ist derzeit bereits ab 00.01 Uhr eine Wiedergabe elektronischer Musik komplett untersagt. Dies würde jegliche Beschallung durch basshaltige Musik über Nacht und eine generelle Musikwiedergabe von Samstag zu Sonntag verbieten und fast alle Veranstaltung zunichte machen.“ Die Testveranstaltung ist nicht öffentlich. Aber sie wird zu hören sein. – Text: André Görke

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