Macher

Spandaus schlimmste Radwege, Folge 1

Veröffentlicht am 14.11.2017 von André Görke

Sie, liebe Leserinnen und Leser des Spandau-Newsletters, nannten uns die Ho-Ho-Holperstrecken – wir fragten Experten. Heute, Folge 1: der Mini-Radweg neben der fünfspurigen Heerstraße zwischen Stößenseebrücke und Pichelsdorf (Foto). Dort rollen täglich mehr als 50.000 Autos lang, Schnellbusse, Lastwagen – aber auch der Radverkehr soll zunehmen. Nur: Die jetzige Situation ist eine Zumutung.

Das sagt der Verkehrsausschuss. Der Vorsitzende, Jochen Liedtke, SPD, nennt die Sanierung „überfällig“ („seit 2001 BVV-Beschlusslage!“). Liedtke: „Die Verbindung nach Charlottenburg muss DRINGEND neu angelegt werden.“ Aber: „Der neue Radweg ist vermutlich nur als gemeinsamer Geh- und Radweg zu realisieren.“

Das sagt die Rad-Lobby. Einschätzung von Angelo Bienek vom „Netzwerk Fahrradfreundliches Spandau„: „Viel zu schmal, knapp 1 Meter nur, kaputter Belag, gefährliche Bordsteinkante zum Gehweg, zu nah an der Straße geführt ….“ Das Netzwerkt macht Vorschläge zur Verbesserung: „Markierungen an Ein- und Ausfahrten, Verbreitung des Radwegs – und Bordsteinkante ebenerdig einbauen.“

Das sagt der Stadtrat. Ausblick von Frank Bewig, CDU: „Für diesen Abschnitt liegt eine Planung vor und die Finanzierung aus dem Radwegeprogramm des Senats ist zugesagt. Eine Umsetzung konnte wegen des Neubaus der Freybrücke und erforderlichem Grunderwerb bisher nicht erfolgen. Die Bauplanungsunterlagen werden gegenwärtig erstellt und ein Baubeginn auf der Südseite ist für 2019 geplant.“

Nächste Woche, Folge 2: Rohrdamm.  André Görke