Namen & Neues

Hakenkreuz auf Kirchenglocke

Veröffentlicht am 05.12.2017 von André Görke

Schon gehört? Oder besser: nicht gehört? In der hübschen Wichernkirche in Hakenfelde (Foto) schweigt seit Totensonntag die Glocke. Grund: Als die im Mai 2017 wieder zu läuten begann, folgte eine größere Debatte um die Glocke (Baujahr 1934) – die hat nämlich nicht nur ein Christus-, sondern auch ein eingefrästes Hakenkreuz. Deshalb jetzt der Advents-Beschluss des Gemeindekirchenrats: „Das Schweigen der Glocke erfolgt voller Respekt und in Erinnerung an die Menschen, denen in der Zeit des Nationalsozialismus ihr Leben genommen wurde. Die Glocke schweigt auch wider das Vergessen – und zur Mahnung, dass unsere Stimmen nicht schweigen dürfen, wenn nationalsozialistisches Gedankengut wieder öffentlich und politisch toleriert wird.“ Zu Weihnachten soll eine neue Glocke läuten. Ein Arbeitskreis überlegt, was mit der alten gemacht wird. Und seit 12. Dezember steht fest: Die Glocke wird am Donnerstag, 12 Uhr, ausgetauscht – Quelle: evangelische Kirche

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